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DER FC SÜDTIROL BEWAHRT IN DER 96. MINUTE EIN 2:2 UNENTSCHIEDEN

Bereits in der 1. Halbzeit konnte Pordenone 2:0 in Führung gehen und den Weißroten fehlte trotz mehrerer Chancen das nötige Glück, selbst zu treffen. Erst in der 88. Minute verkürzte Gliozzi auf 2:1, gefolgt vom 2:2 Elfmetertor in der 96. Spielminute. Damit machten sich der Einsatz und die Ausdauer der Mannschaft buchstäblich im letzten Augenblick noch belohnt.
 
Der FC Südtirol befindet sich seit zwei Spieltagen im Aufwärtstrend, dank des Sieges über Padua und des Unentschiedens gegen Feralpisalò und will diese Serie in Pordenone fortsetzen. Die Gastgeber haben gleich viel Punkte auf dem Konto wie der FCS, nämlich zehn. Pordenone ist aber immer noch ungeschlagen und hat zwei Siege und vier Unentschieden vorzuweisen.
Im Botecchia Stadion von Pordenone trifft der FCS auf seine Ex-Spieler Bruno Tedino und Alex Pederzoli. Mister Stroppa muss aber auf die Langzeitverletzten Coser und Sarzi verzichten und bringt dieselbe Startelf wie im Spiel gegen Feralpisalò.
Das Spiel
Der Spielbeginn steht ganz im Zeichen der Weißroten, die ihren Anstoß nützen und gleich energisch nach vorne spielen. Im Gegenstoß kommen die Gastgeber in der 4. Minute zu einer überraschenden Chance. Bassoli lässt Cattaneo erst vorbei und foult diesen dann, wofür es einen Freistoß aus zehn Metern Entfernung gibt. Pederzoli schießt den Ball über die Mauer, doch Miori lässt sich nicht täuschen und wehrt sicher ab.
Der FC Südtirol hält dagegen und kommt nur zwei Minuten später durch Bertoni zu einer guten Gelegenheit, der sich den Platz für einen Schuss freikämpft. Der Ball geht aber knapp am Tor vorbei.
Nach einer knappen Viertelstunde erreicht das Spiel ein hohes Tempo, das beide Mannschaften nicht lange halten können und durch ein fantasieloses Hin und Her ersetzen. Pordenone nützt diese trügerische Untätigkeit in der 29. Minute für einen raschen Vorstoß, der den FCS eiskalt erwischt und zum Tor führt.
Cosner sorgt für einen sauberen Start von Mandorlini, der vom Spielfeldrand in den Strafraum zu De Cenco flankt. Dieser holt sich den Ball mit einer herrlichen Scherenbewegung der Beine und versenkt ihn direkt unters Kreuzeck zum 1:0 für Pordenone.
Während der FC Südtirol sich schwer tut, auf den Rückstand zu reagieren, setzt Pordenone nach. In der 37. Minute greift Crovetto zu einem taktischen Foul, um den Gegner zu stoppen. Dafür gibt es einen Freistoß aus 25 Metern Entfernung, den Pederzoli an die Latte knallt. Den Abpraller kann Finocchio zum Glück nicht verwerten.
Nur eine Minute später verliert derselbe Pederzoli den Ball, wodurch Tulli an der Strafraumgrenze zum freien Schuss kommt, den er völlig versemmelt und dadurch die bisher beste Chance für den FCS vergibt.
So etwas passiert den Friaulern nicht, denn De Cenco dringt im Gegenstoß in den Strafraum ein, schießt, holt sich den Abpraller und passt auf Finocchio, der am langen Pfosten lauert und das Leder nur mehr einschieben muss. Mit etwas Glück und viel Einsatz kommt Pordenone somit zu seiner 2:0 Pausenführung.
Beim Wiederanpfiff laufen beide Mannschaften unverändert auf, wobei der FC Südtirol mit Gewalt das Ergebnis ändern will. Es fehlt aber am Konzept und Zusammenspiel, sodass die massiven Angriffe im Sande verlaufen. Dafür reagiert Pordenone viel überlegter und kommt in der 54. Minute zu einer weiteren Chance. Pasa bedient den alleinstehenden Finocchio im Strafraum mit einem guten Pass, den dieser ins Kreuzeck feuert. Miori pflückt sich das Leder aber aus der Luft.
Langsam läuft auch beim FC Südtirol wieder mehr. In der 56. Minute holt sich Fink den Ball, spielt auf Tulli in Tornähe, der eine richtige Rakete ablässt, doch Schlussmann Tomei wehrt mit der offenen Hand ab.
Über weite Strecken des Spiels kicken die Mannschaften den Ball eher lustlos dahin. In der 67. Minute schlägt dann aber wieder Pordenone zu. Cattaneo startet zum Angriff, passt auf Mandorlini, der sodann alleine vor Miori auftaucht. Der harte und gezielte Schuss des Stürmers wird aber von Miori abgelenkt und die Gefahr dadurch entschärft.
Stroppa hat bereits alle drei Wechsel vorgenommen und dadurch zumindest ein bisschen etwas bewegt. In der 78. Minute nimmt Fink in Tornähe einen Pass von Tulli an, aber ein unglaublicher Einsatz des Torhüters macht alle Chancen zunichte. Den Weißroten fehlt auch das nötige Glück, denn in der 85. Minute bringt Kirilov von links den Ball in den Strafraum, doch die Serienschüsse von Fink, Tulli und Girasole werden von Tomei und den Verteidigern teilweise auf der Linie abgewehrt.
In den Schlussminuten wird der Druck der Weißroten zu groß und Pordenone muss den verdienten Gegentreffer hinnehmen. Fink spielt sich auf dem linken Flügel frei und flankt dann zu Gliozzi in die Mitte. Dieser köpfelt zielsicher zum 2:1 für den FC Südtirol ein.
In der fünfminütigen Nachspielzeit will es der FCS endgültig wissen und ist nur durch ein grobes Foul zu stoppen, wofür der Schiedsrichter einen Elfmeter gewährt. Gliozzi verwandelt in der 96. Minute den Strafstoß sicher zum 2:2 Endstand.

PORDENONE – FC SÜDTIROL 2:2 (2:0)
Pordenone (4-3-3): Tomei; Cosner, Stefani, Marchi, De Agostini; Mandorlini, Pasa, Pederzoli; Cattaneo (84. Berardi), De Cenco (81. Valente), Finocchio (70. Strizzolo).
Auf der Ersatzbank: D’Arsiè, Boniotti, Buratto, Talin, Baruzzini, Filippini, Gulin, Savio
FC Südtirol (3-5-2): Miori; Mladen, Tagliani, Bassoli; Tait, Lima, Bertoni (73. Girasole), Fink, Crovetto (68. Kirilov); Maritato (68. Gliozzi), Tulli.
Auf der Ersatzbank: Demetz, Brugger, Bandini, Cia, Furlan, Spagnoli.
Trainer: Giovanni Stroppa
Schiedsrichter: Fabio Pasciuta aus Agrigent (Pizzagalli-Bianchini)
Tore: 28. De Cenco 1:0, 41. Finocchio 2:0, 87. Gliozzi 2:1. 90. + 6 Gliozzi nach Foulelfmeter 2:2.
Gelbe Karten: Finocchio POR, Crovetto FS, Mladen FCS, Stefani POR, Tomei POR
 
 
 
 

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Sa, 16. Dezember 2017 - 14:30
 
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