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DIE 1. RUNDE GEHT AN CARPI: DER FCS BRAUCHT NUN EIN SUPERSPIEL

Die Weißroten haben mit vollem Einsatz gespielt und den Zuschauern ein herrliches Match geboten. Carpi hingegen bremste über weite Strecken das Spiel ein, um überraschend zuzuschlagen, eine Strategie die aufgegangen ist, nicht zuletzt auch dank mehrerer fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen. Der FC Südtirol muss nun im Rückspiel am kommenden Sonntag in Carpi mit mindestens zwei Toren Vorsprung gewinnen, um das Finale der Aufstiegsrunde zu erreichen, angesichts der abgelaufenen Meisterschaft keine unlösbare Aufgabe für Kapitän Kiem und Kameraden.
 
Das Teilziel ist erreicht: der FC Südtirol empfängt zum Hinspiel der Playoffs im Drususstadion Carpi. Es geht um nichts Geringeres als den Aufstieg in die Serie B. Die Mannschaft aus der Emilia hat die Meisterschaft mit 51 Punkten auf dem 3. Platz beendet, knapp vor dem FC Südtirol, der insgesamt 50 Punkte erobern konnte und auf dem 4. Platz landete.
Im Verlaufe der regulären Meisterschaft konnten die Weißroten Carpi beide Male besiegen: 2:1 im Hinspiel zu Hause im Drususstadion und 2:0 auswärts in Carpi.
Das Reglement sieht vor, dass jene Mannschaft bei gleichem Punktestand und gleicher Anzahl der Tore in die nächste Runde der Playoffs weiterkommt, die in der Meisterschaft besser klassifiziert war. Das bedeutet für Kapitän Kiem und Co., dass sie mindestens ein Spiel gewinnen müssen, um ins Finale zu kommen, während Carpi auch mit zwei torlosen Unentschieden weiter ist. Um dieses Ziel zu erreichen, vertrauen die Weißroten auf ihre bewährte Heimstärke im Drususstadion, konnten doch in der abgelaufenen Meisterschaft zehn Siege, fünf Unentschieden und nur eine Niederlage erspielt werden.
Auch wenn der Angriff von Carpi sich nicht vor dem von Lecce oder Trapani verstecken muss, so liegt die wirkliche Stärke der Emilianer in der Abwehr, die in 32 Spielen nur 30 Tore zugelassen hat. Auswärts konnte Carpi nur 19 seiner 51 Punkte erreichen, durch 4 Siege, 7 Unentschieden und 5 Niederlagen.
Gegen Carpi muss Mister Vecchi auf den verletzten Martin verzichten, der sich im Training die Hand gebrochen hat. An seiner Stelle wird auf dem linken Flügel Bassoli auflaufen, mit Kiem und Cappelletti im Zentrum. Vor ihnen fungiert Bertoni als Spielmacher, unterstützt von Furlan und Uliano, der gegenüber dem angeschlagenen Branca den Vorzug erhalten hat. Im Angriff könnte heute endlich wieder die Stunde von Thiam schlagen, der nach zweimonatiger Zwangspause in die Mannschaft zurückkommt. Maritato bildet die Sturmspitze und wird leicht versetzt von Campo gedeckt.
Das Spiel
Carpi beginnt das Spiel mit viel Druck und versucht dem FC Südtirol gleich von Anfang an die Schneid abzukaufen. Die Weißroten halten entschieden dagegen, können aber nicht verhindern, dass die Emilianer in der 7. Minute einen Eckball gewinnen. Die Abwehr stet dabei sicher und der Ball geht über das Tor hinaus.
Der FC Südtirol lässt sich nicht aus dem Konzept bringen und versucht mit eigenen Angriffen eine Entlastung zu bringen. Furlan bringt auf dem rechten Flügel die Emilianer Abwehr in Unordnung. Maritato kann in den Strafraum eindringen und den Tormann überflügeln. Dieser foult den Stürmer, sieht Gelb und der Schiedsrichter gibt den eindeutigen Elfmeter. Campo tritt an und trifft sicher zur 1:0 Führung für den FC Südtirol. Das Tor in der 11. Minute kann jedoch nicht über den Fehler des Schiedsrichters hinwegtäuschen, der die Aktion von Stropiello eindeutig mit Rot hätte bestrafen müssen.
Mit diesem Führungstreffer gibt sich der FCS nicht zufrieden, sondern drängt weiter auf ein Tor. In der 15. Minute leitet Campo durch einen Freistoß eine gute Möglichkeit für Cappelletti ein, dessen sehr präziser Kopfball von Torhüter Sportiello mit einer Top Reaktion zurückgeschlagen wird. Den Abpraller kann Cappelletti nicht mehr erreichen.
Das Spiel hat sich gegenüber der Anfangsphase komplett auf den Kopf gestellt, mit einem FC Südtirol, der mit Entschiedenheit gegen Carpi vorgeht, das sich in die eigene Hälfte zurückgedrängt sieht.
Im Sturm jedoch kann Maritato keinen der Bälle verwerten, die ihm durch lange Pässe nach vorne gebracht werden. In der 25. Minute endlich schafft er sich Raum für einen Schuss, rutscht jedoch aus und der Ball landet weich in den sicheren Armen von Sportiello.
In dieser sehr starken Phase des FC Südtirol gelingt Carpi jedoch der Ausgleich. Di Gaudio erobert sich an der Strafraumgrenze einen freien Ball und spielt diesen direkt auf den Kopf von Della Rocca. Dieser lenkt ihn in der 27. Minute lässig in das weißrote Tor um, zum wohl völlig überraschenden 1:1 Ausgleichstreffer.
Unbeschadet des unerwarteten Ausgleichs für Carpi organisiert sich der FCS rasch neu und drängt auf den neuerlichen Führungstreffer. In der 32. Minute bedient Bassoli mit einem guten Pass Uliano, der mit links nur knapp über die Latte schießt.
Das Spiel verläuft sehr aktiv und wird von beiden Seiten mit Einsatz betrieben. Carpi kann sich in der 34. Minute wieder in Szene setzen, mit einer flachen Flanke von Pasciutti auf Concas, der sich von der Bewachung durch Kiem befreien kann und erst von Marcone gestoppt werden kann.
In der 45. Minute wird Mister Vecchi nach einem heftigen Protest vom Platz geschickt. Auslöser war ein schweres und eindeutiges Foul gegen Maritato, das der Schiedsrichter nicht gepfiffen hat. Kurz darauf ertönt der Pausenpfiff.
Beide Mannschaften laufen gegenüber der 1. Halbzeit unverändert auf. Nur die Trainerbank der Weißroten ist verwaist - ohne den ausgeschlossenen Stefano Vecchi, der von Stefano Manfoletti ersetzt wird.
Die erste Viertelstunde der 2. Halbzeit verläuft fast ereignislos, mit einem FC Südtirol, der zwar mehrere Versuche startet, den Abwehrgürtel von Carpi zu knacken, dabei aber auf heftigen Widerstand trifft. Zudem sind die Schiedsrichterentscheidungen nach wie vor sehr fragwürdig.
In der 61. Minute sieht Pasciuti nach einem groben Foul die Gelbe Karte. Den Freistoß tritt Cappelletti sehr kräftig und sicher, aber leider zu zentral. Sportiello hat anfangs alle Mühe, den Ball zu halten, zumal Thiam sofort zur Stelle ist. Es gelingt ihm aber doch, die Gefahr zu entschärfen.
Das Konzept von Carpi geht in der 66. Minute auf. Nach einer langen einschläfernden, fast lethargischen Phase schlägt die Mannschaft wieder völlig überraschend zu. Stefano Letizia kann mit einem Bombenschuss am weiter vorne stehenden Tormann Marcone vorbei zum 1:2 Führungstreffer für Carpi einsacken.
Für die Endphase des Spiels bringen beide Mannschaften frische Kräfte. Carpi verstärkt das defensive Mittelfeld, während der FCS zu einem Super Angriffsspiel übergeht und eine 4-4-2 Formation zum Einsatz bringt. Pasi ersetzt Furlan und Testardi kommt für den nach zwei Monaten Zwangspause noch nicht zu alter Größe aufgelaufenen Thiam.
Trotz der offensichtlichen Müdigkeit läuft der FC Südtirol immer wieder gegen Carpi an und gibt nicht auf. In der 90. Minute verfehlt Maritato mehr oder weniger alleine vor dem Tor stehend den sicheren Pass zum Anschlusstreffer. Wenn solche Großchancen vergeben werden, dann nützen auch 5. Minuten Nachspielzeit nichts mehr. Die Partie endet unverdient 2:1 für Carpi. Der FC Südtirol muss nun im Rückspiel am kommenden Sonntag in Carpi mit mindestens zwei Toren Vorsprung gewinnen, um das Finale der Aufstiegsrunde zu erreichen.
Angesichts der Spiele in der vergangenen Meisterschaft keine unlösbare Aufgabe für den FCS.

FC SÜDTIROL – CARPI 1:2 (1:1)
FC Südtirol (4-3-3): Marcone; Iacoponi, Cappelletti, Kiem, Bassoli; Furlan (71. Pasi), Bertoni, Uliano; Campo (86. Turchetta), Maritato, Thiam (77. Testardi).
Auf der Ersatzbank: Grandi, Tagliani Branca, Fink.
Trainer: Stefano Vecchi
Carpi (4-2-3-1): Sportiello; Letizia, Poli, Terigi, Sperotto; Bianco, Pasciuti (83. Gagliolo); Melara, Concas (73. Perini), Di Gaudio; Della Rocca (77. Arma).
Auf der Ersatzbank: Trini, Potenza, Viola, Kabine, Viola.
Trainer: Fabio Brini
Schiedsrichter: Daniele Chiffi aus Padova (Rizzato-Caliari)
Tore:: 11. Campo nach Foulelfmeter 1:0; 27. Della Rocca 1:1; 66. Letizia 1:2;
Gelbe Karten: Sportiello CAR, Furlan FCS, Pasciuti CAR, Terigi CAR, Melara CAR
Anmerkungen: in Bozen ist es bewölkt, bei angenehmen Frühlingstemperaturen
 
 
 
 

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