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DIETMAR PFEIFER, DER “AUFBAUMINISTER” DES FCS

Im Jahre 2006 ist er als Marketingleiter zum FC Südtirol gestoßen. Seit dem 1. Juli 2009 ist er Geschäftsführer und Generaldirektor des weißroten Vereins. Mit nur 33 Jahren ist Dietmar Pfeifer ein Fullboard Manager. Er ist das Herz und die Seele des FC Südtirol .
 

Seine Zuständigkeitsbereiche erstrecken sich auf alle Ebenen des Vereins. Organisation, Planung,  Verwaltung und Weiterentwicklung sind die Säulen seiner Tätigkeit, begleitet von einem Leitmotiv: ‚Wer stehen bleibt, der hat verloren!’

Herr Pfeifer, das ist Ihr fünftes Jahr beim FC Südtirol und das dritte als Geschäftsführer. Erzählen Sie uns doch, wie Sie Sportmanager wurden.

 “Lange vor dem Fußball war das Tennis, für viele Jahre, zuerst als Spieler. Hier bin ich bis in die A2 Liga vorgestoßen, bevor ein Unfall meine spielerische Laufbahn beendet hat. Darauf wurde ich Trainer und dann technischer Direktor des Tennisclub Rungg. Im Laufe der Jahre bin ich immer mehr in die Rolle des Organisators und Managers hineingewachsen, anfangs in Gesellschaft mit meinem Bruder, als Agent für junge Südtiroler Tennisspieler, darunter auch für Karin Knapp, und dann als Direktor der „Sparkassen Trophy“. Dieses Turnier verfolge ich auch heute noch persönlich, nachdem es über die Jahre hinweg gewachsen ist  und einen internatonalen Charakter erhalten hat.

Wie ist der Fußball in Ihr Berufsleben getreten?

 “Interessanterweise über das Tennis. Dank der guten Ergebnisse, die ich in der Leitung des Tennisclub Rungg erzielte, bin  ich über gemeinsame Freunde mit Hans Krapf ins Gespräch gekommen. Das war im Frühjahr 2006, zu einem Zeitpunkt, in dem er einen Verantwortlichen für das Marketing und den Verkauf gesucht hat, der die finanziellen Ressourcen des FC Südtirol erweitern und steigern sollte, damit das Ziel, der Aufstieg in die 1. Division weiterverfolgt werden konnte, etwas was in den vorherigen Jahren in den Hintergrund geraten war. Das Projekt, das mir Krapf vorstellte und die Begeisterung, die aus ihm sprach, haben mich davon überzeugt, das Angebot anzunehmen, auch wenn ich damals – und ich gebe es gerne offen zu – von Fußball nur sehr wenig verstand. Das war jedoch keine nötige Grundvoraussetzung, denn mein Aufgabenschwerpunkt lag ja im Marketing, Sponsoring und Controlling. Bekanntlich bin ich jedoch jemand, der Freude daran hat, Neues kennen zulernen und zu vertiefen und habe  von Anfang an die Spiele verfolgt, von der 1. Mannschaft bis hinab zu allen Jugendkategorien. Es ist wohl klar, dass es in diesem Sektor viele Personen gibt, die wesentlich mehr Fachkompetenz besitzen und somit ist es natürlich, dass diesem Bereich  unser sportlicher Leiter Luca Piazzi vorsteht. Innerhalb eines Unternehmens ist es jedoch nötig, sich insgesamt ein Bild machen zu können.

Dies trifft sicherlich vor allem dann zu, wenn man innerhalb dieses Unternehmens zum Geschäftsführer berufen wird, wie es bei Ihnen im Juli 2009 der Fall war….

 “Das war sicherlich die Krönung eines Lern- und Ausbildungsprozesses, der es mir ermöglicht hat, meine Zuständigkeiten und meine Verantwortung auf alle Leitungsebenen des Vereines auszudehnen. Es war zudem eine schöne persönliche Anerkennung, da dies zugleich mit dem Wachstum und dem Aufstieg der Gesellschaft erfolgte. Dabei beziehe ich mich nicht nur auf die sportlichen Erfolge und auf den Aufstieg in die 1. Divison der Lega Pro in der Saison 2009/2010, sondern vor allem auch darauf, dass der FC Südtirol nach ein paar Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten, wieder zu einem gesunden Verein geworden ist, der seine Bilanzen im Griff hat und produktiv arbeiten kann. Wir sind ein Verein, der gelernt hat, sich selbst zu finanzieren und der nicht alljährlich um direkte Zuschüsse seiner Gesellschafter zur Abdeckung von Defiziten bitten muss. Gerade in diesem Zusammenhang muss ich unseren Geschäftspartnern einen verbindlichen  Dank dafür aussprechen, dass sie auch zu einem kritischen Zeitpunkt, wie er sich heuer am Beginn der Saison dargestellt hat, zu uns gestanden sind. Nach dem bitteren Abstieg und dem durch den „Ripescaggio“ ermöglichten Verbleib in der 1. Division, haben sie uns ihr Vertrauen bestätigt und die benötigte Unterstützung zukommen lassen. Wir reden hier von führenden Unternehmen Südtirols. Wir können, ja wir müssen aber noch wachsen.“

Auf welche Weise soll oder kann dies vor sich gehen?

“Unsere sportlichen Ambitionen sind eng  mit einem weiteren Wachstum unserer Einnahmen, unseres Budgets verbunden, das ja sowieso schon seit Jahren beständig nach oben geht. Der FC Südtirol ist ein zuverlässiger Partner und zudem ein Multiplikator für heimische Firmen und Unternehmer. Kein anderer „Sportler“ hat dermaßen viel Medienaufmerksamkeit wie wir. Das liegt auch daran, dass wir viele erwähnenswerte Verbesserungen in unserer Kommunikation durchgeführt haben, wodurch wir die Informationskanäle für den FC Südtirol erweitert haben , wodurch wiederum für unsere Sponsoren und Partner die Sichtbarkeit enorm gestiegen ist.

Ich spreche hier ganz besonders von unserer Homepage, unserem Magazin, unserer Fernsehsendung, aber auch von den neuen Projekten, die wir derzeit vorbereiten, etwa dem streaming und dem live-streaming,  mit dem wir nicht nur die 1. Mannschaft verfolgen möchten, sondern auch den Jugendmannschaften und den monatlichen Events, die wir organisieren, mehr Visibilität geben. Wir sind mit einem modernen Reisebus in ganz Italien unterwegs, der unsere Farben und unseren Namen trägt. Kommunikation und Marketing müssen immer mehr im Einklang gehen, wodurch eine erfolgreiche Synergie aufgebaut wird. Wir müssen aber auch im Bereich des Merchandising noch wachsen. Alles wird sicherlich einfacher, sobald die „Cittadella dello Sport“ und das eigene Stadion stehen, weitere wichtige Ziele die wir verfolgen. Wir sind ja nicht nur einfach ein Fußballverein, sondern ein richtiges Unternehmen, das noch viel Erweiterungspotential besitzt. Wenn wir dieses ausschöpfen, dann können wir auch höhere sportliche Ziele anpeilen“.

 

 
 
DIETMAR PFEIFER, DER “AUFBAUMINISTER” DES FCS
DIETMAR PFEIFER, DER “AUFBAUMINISTER” DES FCS
 
 

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