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DRUSUSSTADION IST GEFALLEN: FCS UNTERLIEGT ERHOBENEN HAUPTES

Um den FC Südtirol zu Hause zu besiegen, bedurfte es einer Ausnahmemannschaft wie Lecce, die in der vergangenen Saison noch gegen Juventus oder Milan angetreten ist und sich eine Reihe von Serie A Spieler bewahren konnte. Der FC Südtirol konnte gut 75 Minuten lang nicht nur ebenbürtig, wenn nicht überlegen den Favoriten unter Kontrolle halten, ehe der Weltklassespieler Chevanton durch ein Tor den Sack für Lecce zugemacht hat. Für die Weißroten bleibt das Ziel weiterhin die Teilnahme an den Playoffs.
 
Drei Spiele noch bis zum Ende der Meisterschaft der Ersten Division in der Lega Pro und der FC Südtirol befindet sich immer noch auf dem 3. Platz, dank des wichtigen Sieges über Virtus Entella vom vergangenen Sonntag. Dieser hat zudem die Teilnahme an den Playoff Spielen ein gutes Stück näher gebracht. Heute geht es jedoch gegen den Tabellenzweiten US Lecce, der mit vier Siegen und einem Unentschieden eine erfolgreiche Serie von fünf Spielen hinter sich hat. Im Fernduell mit dem nur zwei Punkte Vorsprung führenden Trapani setzt Lecce auf einen Sieg, um die Meisterschaft zu gewinnen und direkt in die Serie B aufzusteigen.
Um gegen die Angriffsstärke der Apulier bestehen zu können, setzt der FC Südtirol in seinem 2. Heimspiel in Folge erneut auf den Drususeffekt, ist die Mannschaft zu Hause doch seit mehr als 15 Monaten unbesiegt und hat in der laufenden Meisterschaft durch 10 Siege und 4 Unentschieden 34 Punkte eingeheimst.
Der Schlussmann der Süditaliener Benassi hat seinen Kasten seit 475 Minuten sauber gehalten und keinen Ball durchgelassen.
Überhaupt weist Lecce auch auswärts eine beachtliche Bilanz auf. Durch fünf Siege und fünf Unentschieden konnte die Mannschaft 20 ihrer 57 Punkte auf gegnerischen Plätzen erobern. Dem stehen nur vier Niederlagen gegen Lumezzane (2:1), Feralpisalò (4:0), Carpi (1:0) und San Marino (3:1) gegenüber. Auch die Offensive des US Lecce kann sich sehen lassen und liegt mit 51 Toren in 29 Partien hinter Trapani (53) an zweiter Stelle. Torschützenkönig ist mit 9 Treffern der Uruguayaner Bogliacino, gefolgt von Foti (8), Giacomazzi und Jeda (5).
Mister Vecchi muss heute auf drei wichtige Spieler verzichten. Campo und Martin sind gesperrt, Thiam ist noch nicht von seiner Verletzung genesen. Zudem ist auch der fiebrige Fink nicht voll einsatzfähig, sodass Kiem im Duett mit Cappelletti das Herz der Verteidigung bilden wird. Bassoli rückt daher nach links. Uliano wird die Rolle des Spielmachers im Mittelfeld übertragen, gestützt von Furlan und Branca. Im Angriff darf Tuchetta erstmals vom Anpfiff an auflaufen. Die Sturmspitze bilden Maritato und Pasi.
Kurz vor dem Spielbeginn werden beide Mannschaften gemeinsam gegen Rassismus auftreten und dabei von kleinen Fußballern in den Dressen der Großen flankiert.
Das Spiel
Das Spiel beginnt sehr bedächtig, fast schon langsam, obwohl der FC Südtirol aktiv am Ballerwerb arbeitet. Branca kann in der 5. Minute mit dem Ball aus dem Mittelfeld vorpreschen und nahe an den Strafraum herankommen. Er kann die Chance jedoch nicht nützen und schießt mit links sehr schwach auf das Tor. Benassi hat mit solchen Bällen überhaupt kein Problem.
Der erste Eindruck hat sich rasch geändert und beide Mannschaften gehen nun zielstrebig zur Sache. Die Weißroten können die Angriffe der Apulier gut abwehren und rechtzeitig den Spielaufbau stören. In der 9. Minute geht Branca erneut zum Angriff über und flankt in den Strafraum zu Maritato, der von Di Maio gefoult wird. Der Schiedsrichter zeigt auf den Elfmeterpunkt. Bassolo legt sich den Ball zurecht und erzielt problemlos das 1:0 für den FC Südtirol.
Die Reaktion von Lecce auf diesen Rückstand lässt nur kurz auf sich warten. In der 12. Minute kann Memushaj den Ball geschickt in den Lauf von Chiricò spielen, der ohne zu zögern abzieht, Bassoli überflügelt und hinter Marcone zum 1:1 Ausgleichstreffer einnetzt.
Lecce will es nun wissen und drängt in den Minuten nach dem Treffer auf ein weiteres Tor. In der 16. Minute kann Chiricò einen Strafstoß perfekt platzieren und sorgt bei Marcone für einen athletischen Einsatz.
Der FC Südtirol hingegen hat in diesem Spielabschnitt Schwierigkeiten, das von Lecce vorgegebene Tempo zu halten. Pasi sieht sich in der 20. Minute genötigt, den Vorsturm von Diniz auf dem rechten Flügel aufzuhalten und greift auf ein Foul zurück. Wieder schießt Chiricò, der auf Memushaj in den Strafraum flankt. Dieser kommt jedoch nicht richtig an den Ball und verfehlt das Tor.
Lecce besetzt fast kontinuierlich das Spielfeld der Weißroten und übt einen unglaublichen Druck aus, bevor es dem FCS in der 35.Minute endlich gelingt, das Forcing des Gegners zu durchbrechen und selbst wieder zum Angriff überzugehen.
Die letzten fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff gehören ganz den Gästen, die im weißroten Strafraum "Flipper" spielen, ohne jedoch zum Erfolg zu gelangen. De Rose und Giacomazzi schießen quer am Tor vorbei, sodass der Schiedsrichter die Mannschaften beim Stand von1:1 in die Kabinen schickt.
Der FC Südtirol greift nach dem Seitenwechsel auf sein altbewährtes Rezept zurück und versucht mit Pasi bereits in der 46. Minute den Überraschungsschlag. Der Ball prallt an Diniz ab und im Nachschuss befördert Pasi ihn ans Außennetz.
Die Antwort von Lecce ist noch klarer und härter. Chiricò schafft es erneut, sich in den Strafraum zu bringen, Kiem zu überwinden und einen Assist für Jeda vorzubereiten, der jedoch das finale Einnetzen verpasst.
Beide Mannschaften bleiben sich nichts schuldig und bieten den 3.400 Zuschauern ein sehenswertes Angriffsspiel, mit dem FC Südtirol, der in dieser Phase sehr positiv überrascht. Die Entdeckung des Tages ist wohl der beständige Turchetta, der in der 52. Minute in einem wahren Slalom seine Gegner überwindet und in den Strafraum kommt, aber den Abschluss mit links verpatzt.
Die Leistung des FC Südtirol ist sehr beständig, während Lecce eher phasenweise auftritt. Die Weißroten bleiben durchaus dran und erarbeiten sich in der 59. Minute eine gewaltige Chance. Uliano nimmt im eigenen Strafraum den Ball an, bringt ihn weit nach vorne zu Pasi auf dem rechten Flügel, der eine lange Flanke schlägt, die Iacoponi nur um einen Hauch verfehlt.
Mister Vecchi versucht durch frische Kräfte seine Mannschaft zu stärken. Er nimmt in der 62. Minute Turchetta aus dem Spiel und ersetzt ihn durch Hannes Fink, der somit zum 100. Mal für den FC Südtirol auflaufen kann.
Unbeirrt setzen die Weißroten ihr Angriffspiel fort und werden zudem immer entschlossener. Bei den Angriffen dominiert zudem eine gewisse Kaltschnäuzigkeit, etwa in der 69. Minute. Pasi stöckelt den Ball zu Bassoli, der umgehend zu Maritato flankt, der jedoch wegen der guten Bewachung durch Di Maio nur ungenau trifft und daneben köpfelt.
In der 77. Minute kommt der eben erst eingewechselte Chevanton nach einigem Hin und Her im weißroten Strafraum an den Ball und schmettert ihn direkt in den Kasten von Marcone. Damit führt Lecce 1:2 im Drususstadion.
Der FC Südtirol versucht nun die verbleibende Zeit zu nützen und drängt auf den Ausgleich. Vergeblich, denn trotz des beständigen Einsatzes gelingt es nicht, den Gegner zu überwinden. Lecce beendet durch seinen 2:1 Erfolg die seit dem 19. Januar 2012 anhaltende Unbesiegbarkeit des FC Südtirol im heimischen Drususstadion.

F.C. SÜDTIROL – U.S. LECCE 1:2 (1:1)
Fc Südtirol (4-3-3):
Marcone; Iacoponi, Cappelletti, Kiem, Bassoli; Furlan, Uliano (79. Testardi), Branca (76.Bertoni); Turchetta (62. Fink), Maritato, Pasi.
Auf der Ersatzbank: Grandi, Panzeri, Tagliani, Candido.
Trainer: Stefano Vecchi
Lecce (4-2-4): Benassi; Diniz, Esposito, Di Maio, Fatic; De Rose, Giacomazzi; Memushaj, Jeda (83. Ferrario), Bogliacino, Chiricò (70. Chevaton).
Auf der Ersatzbank: Bleve, Vanin, D’Ambrosio, Zappacosta, Bustamante.
Trainer: Antonio Toma
Schiedsrichter: Diego Bruno aus Turin (Borzomi-Sgheiz)
Tore: 9. Bassoli nach Foulelfmeter 1:0; 12. Chiricò 1:1; 77. Chevanton 1:2;
Gelbe Karten: Cappelletti FCS, Chevanton LEC, Giacomazzi LEC, Esposito LEC,
Anmerkungen: Unter den vielen Ehrengästen und Prominenten im Drususstadion befinden sich auch Landeshauptmann Luis Durnwalder, der Präsident der Lega Pro Mario Macalli und sein Generaldirektor Francesco Ghirelli. Ebenfalls dabei sind die 34 Gesellschafter und 120 Partner des FCS, für die anlässlich des Big Match gegen Lecce der Sponsor Day organisiert wurde. Dieser findet nach dem Spiel seinen Höhepunkt in einem Gala Dinner im nahe gelegenen Lido.

 
 
 
 

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