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EMMANUEL GYASI MIT DEN TIPPS VON IMMOBILE ZUR ZWEISTELLIGEN TREFFERQUOTE

Er ist pfeilschnell, dribbelstark und kämpft bis zum Umfallen. Der Angreifer Emmanuel Gyasi hat die Herzen der Fans und Fußballkenner erobert. Was dem 23-jährigen Italo Ghanaer jetzt noch fehlt weiß Coach Zanetti: „Der Trainer meint ich wäre zu wenig egoistisch und solle viel öfter selbst den Torabschluss suchen. Dann wären leicht 10 Tore pro Saison drinnen.“ Dabei hätte er es von den Richtigen gelernt. „Bei Torino holte ich mir Tipps von Ciro Immobile, wir kamen gut miteinander aus.“
 
Emmanuel, wer ist dein Fußballvorbild?
„Ich bin ein großer Fan von Ronaldinho, der Dribbelgott der mit dem Ball alles machen konnte. Doch mein Idol war immer schon Didier Drogba. Ein Stürmer mit einer gewaltigen körperlichen Kraft, einem kaum vergleichbaren Torinstinkt und einer positiven Art, mit welcher er die gesamte Mannschaft antreiben konnte. Zudem schoss er Tore wie am Fließband und in jeder erdenklichen Art. Ein Leader und Champion.“

Wer ist der beste Spieler mit welchem du spieltest?

„Ciro Immobile. Wir haben zwar nie gemeinsam das Feld betreten, doch ich durfte eine Zeit lang beim FC Turin mit ihm trainieren. Ich glaube er fand mich sympathisch und hat mir nach den Trainings gezeigt, wie ich mich im Feld bewegen soll, wann ich wie angespielt werden kann und wie ich Treffer erzielen soll. Er ist ein super Stürmer und ich kann behaupten, dass ich von ihm sehr viel gelernt habe.“

Du wirst im Spiel, wie auch Immobile, als hängende Spitze eingesetzt…
„Ich würde mich jetzt nicht mit Immobile vergleichen. Auch weil er ganz andere körperliche Voraussetzungen besitzt. Doch ja, ich fühle mich wohl in der Position der hängenden Spitze, spielte in Vergangenheit jedoch auch als Außenstürmer oder Mittelstürmer.“

Was dir im Vergleich zu Immobile fehlt ist der Torriecher…

(lacht) „Mir fehlt weit mehr als nur der Torriecher, denn ich kann mich in vielen Bereich verbessern. Und ja, im Augenblick bin ich besser beim Tore vorbereiten als beim Tore machen. Doch Coach Zanetti bearbeitet mich jeden Tag, damit ich bei den Spielen mehrere Tore erziele. Der Trainer meint ich wäre zu wenig egoistisch und solle viel öfter selbst den Torabschluss suchen. Dann wären leicht 10 Tore pro Saison drinnen.“

Denkst du das ist machbar?
„Ja, auch wenn ich dafür vielleicht den ein oder anderen Weg nach hinten weniger gehen sollte. Ich bin ein Spieler, der gerne in der Defensive aushilft und auch mal einen Spieler bis ganz nach Hinten verfolgt. Dafür fehlen mir in der Offensive oft die Kraft und die notwendige Klarheit. In den ersten Partien hätte ich das ein oder andere Tor mehr erzielen können, wenn ich etwas ausgeruhter zum Torabschluss gekommen wäre. Aber ich werde auch das lernen, denn ich habe einen Trainer der auch auf diese Aspekte schaut.“

Wie ist das Feeling mit Coach Zanetti?
„Unglaublich positiv. Er liebt den Austausch mit seinen Spielern, hat klare Ideen und will das seine Mannschaft in Ballbesitz ist, dem Gegner das Spiel aufzwingt.“

Und wie geht es dir mit Rocco Constantino, deinem Sturmpartner?
„Es wird von Partie zu Partie besser. Ich leugne nicht, dass wir anfangs Schwierigkeiten hatten. Doch das ist normal, wir kannten uns noch nicht. Jetzt verstehen wir uns, und unsere Pässe finden zueinander. Rocco hat immer viele Tore geschossen, er wird auch in diesem Jahr seine Treffer erzielen. Und er wird hoffentlich auch mich ein paar schießen lassen.“

Wieso hast du im Sommer den FC Südtirol gewählt?

„Ich wollte irgendwo hin wechseln, wo ich mich in Ruhe auf den Fußball konzentrieren kann. Auch wenn es hier nicht so eine ausgeprägte Fußballfankultur gibt, kann der FC Südtirol was die Organisation anbelangt mit allen mithalten. Die Funktionäre behandeln mich super und das einzige Problem ist die Kälte, welche nun so langsam aber sicher zu spüren ist.“

Ein „Palermitano“ mit ghanaischen Wurzeln. Können wir das so stehen lassen?
„Ich bin zwar in Palermo geboren, als kleines Kind aber bald wieder zurück nach Ghana gereist. Mit 11 Jahren die Rückkehr nach Italien, genauer gesagt in den Piemont. Dort habe ich bei Piceto begonnen Fußball zu spielen. Bei einem Turnier mit meiner Auswahl in Taormina wurden die Scouts von Genua und dem FC Turin auf mich aufmerksam. Ich habe mich für Turin entschieden, da ich so nicht weit weg von zu Hause war.“

Beim FC Turin spieltest du in der A-Jugend und der Primavera. Wer waren deine besten Trainer?

„Der Primavera Coach Longo und auch Ventura. Er wollte, dass ich konstant mit der Profimannschaft trainierte. Ein weiterer Trainer der mir viel beigebracht hat war Juric, als er mich bei Mantova in der Serie C trainierte.“

Vom FC Turin wurdest du nach Spezia ausgeliehen, wo du aber nie auflaufen durftest. Würdest du nächstes Jahr gerne in der Serie B spielen?
„Ich denke jetzt nicht an die Zukunft, sondern an das hier und jetzt und an den FC Südtirol.“

Was kann der FCS deiner Meinung nach erreichen?
„Ich denke, dass wir eine gute Meisterschaft absolvieren können. Anfänglich fehlten uns zwar die Punkte, doch die Leistungen waren immer gut. Es lief einfach nicht richtig, aber ich würde es nicht als fehlendes Glück bezeichnen. Nun hat sich das Blatt gewendet und wir sind als Mannschaft gewachsen. Ich bin zuversichtlich.“

Würdest du in der Nationalmannschaft von Ghana spielen?
„Natürlich, wieso nicht. Ich kenne die Sprache, die Kultur und die Tradition. Ghana ist ein Teil von mir, auch wenn ich bereits seit vielen Jahren in Italien lebe.“
 
 
 
 

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So, 16. Dezember 2018 - 14:30
 
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