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EXKLUSIVES INTERVIEW MIT COACH PAOLO ZANETTI

„Von wegen Serie B, meine große Chance war die Bestätigung beim FCS“

Ende Februar wurde unser Headcoach für seine großartige Arbeit belohnt, nämlich mit einer hochverdienten Vertragsverlängerung bis Juni 2020. „Der FC Südtirol und ich haben uns ein gemeinsames mittelfristiges Ziel gesetzt. Wir wollen gemeinsam wachsen und uns weiterentwickeln. Weiterhin in Südtirol zu bleiben ist für mich auch ein Zeichen von Dankbarkeit: Der FCS war von Anfang an von meinen Fähigkeiten überzeugt, obwohl ich zuvor noch nie eine Profimannschaft trainiert hatte…“
 
Coach Zanetti, wie stolz macht dich diese zweijährige Vertragsverlängerung, welche du im Februar unterzeichnet hast? Und weißt du, dass der erste Coach in der Geschichte des FCS bist, dem dies angeboten wurde? Ein wahres Zeichen von Vertrauen und Wertschätzung.
„Ehrlich gesagt war ich über dieses Angebot so erfreut, dass ich nur fünf Minuten zum Unterschreiben benötigt habe. Auf die wirtschaftlichen Konditionen des Vertrages haben wir uns im Nu geeinigt. Der Verein – vertreten durch Geschäftsführer Dietmar Pfeifer – hat meine wenigen Anforderungen von Beginn an akzeptiert und gewürdigt. Es ist schon fast unglaublich, dass mir die Vertragsverlängerung noch vor Saisonschluss angeboten wurde. Üblicherweise werden diese Gespräche erst am Ende einer Saison geführt. Ich fühle mich sehr geehrt im Mittelpunkt eines so ambitionierten, professionellen und zielstrebigen Projektes zu stehen. Der FCS hat sich für mich entschieden, so wie ich mich für den FCS entschieden habe. Zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere könnte ich mir wirklich keinen besseren Arbeitgeber vorstellen. Mein Ziel ist es mich ständig weiterzuentwickeln und meine Fähigkeiten bzw. Kompetenzen für das Wohl des Vereins einzusetzen. Hier habe ich alles was ich zurzeit benötige um meinen professionellen Werdegang fortzuführen. Ich habe mich für einen Verbleib in Bozen entschieden, da die laufende Saison die erste eines wichtigen Projektes ist. Ich denke, dass ihr mich mittlerweile sehr gut kennt: Ich bin von Natur aus sehr ehrgeizig und wäre nie in Südtirol geblieben, wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, dass ich mich hier sowohl auf persönlicher als auch auf professioneller Ebene weiterentwickeln kann. Dies gilt sowohl für mich persönlich als auch für meine Mannschaft. Doch wenn ich ehrlich bin, gibt es noch einen weiteren Grund, der für mich schon immer eine große Rolle gespielt hat.“

Welchen, wenn man fragen darf?

„Natürlich. Der Verbleib in Südtirol ist auch ein Zeichen von Dankbarkeit: Der FCS war der erste Verein, der mich auf der Trainerbank eines Profivereins wollte. Auch wenn ich damals noch Coach einer Berretti-Mannschaft war. Wenn man so drüber nachdenkt, ist das eine wirklich coole Sache.“

Unser Geschäftsführer Dietmar Pfeifer hat eine lustige Anekdote zu den Verhandlungen erzählt. Noch bevor ihr überhaupt über die wirtschaftlichen Bedingungen des Vertrages zu sprechen kamt, wolltest du klarstellen, dass mit deiner Verlängerung auch Co-Trainer Alberto Bertolini bestätigt wird.
„Es wäre mir nicht möglich gewesen, meinen Job ohne Alberto fortzuführen. Wir haben einen ausgezeichneten Draht zueinander, auch wenn wir erst seit wenigen Monaten zusammenarbeiten. Wir haben eine identische Vorstellung von diesem Sport. Zudem sind wir beide so richtige ‚Fußballfreaks‘, die Freude daran haben bis spät in die Nacht jedes kleinste Detail unserer und fremder Partien, Gegner und Spieler zu analysieren. Alberto ergänzt mich sowohl auf technisch-taktischer als auch auf menschlicher Ebene. Auch das Versprechen weiterhin auf die Dienste von Fitnesscoach Fabio Trentin und Torwarttrainer Reinhold Harrasser zählen zu können, war für mich von großer Bedeutung. Es ist kein Zufall, dass beide schon seit mehreren Jahren in diesem Verein Arbeiten und durch mehrjährige Verträge an den Club gebunden sind. Es handelt sich hierbei um zwei sehr zuverlässige Spezialisten, mit denen die Zusammenarbeit ein wahres Vergnügen ist. Ich bin deshalb stark davon überzeugt, dass einem Trainer, in nur sehr wenigen anderen Teams solch kompetente Assistenten zur Verfügung stehen.“

Jetzt wo die Vertragsverlängerung schwarz auf weiß steht möchte ich eines wissen: Hatte die Serie B schon angeklopft?

„Oh mein Gott, trickreiche Frage. Ich kann nicht leugnen, dass das Telefon einige Male geklingelt hat. Es gab einige informative Gespräche, aus denen sich vielleicht auch ein ernsthaftes Angebot herauskristallisieren hätte können. In der Serie C gibt es für mich jedoch zurzeit nur den FCS, kein Angebot hätte mich von hier weglocken können. Aus der Serie B kamen einige Anrufe die wissen wollten, ob ich bereit wäre in einer höheren Liga zu trainieren. Doch ganz ehrlich gesagt habe ich diese Anfragen nie allzu ernst genommen. Ich bin mir bewusst, dass ich noch viel zu lernen habe, weshalb ich nichts überstürzen möchte. Es ist sehr wichtig Erfahrung zu sammeln, sowohl auf dem Feld als auch außerhalb. Eigentlich war der Verbleib beim FCS meine große Chance, da ich so die Möglichkeit habe in einem fantastischen Ambiente mit einzigartigen Strukturen zu arbeiten. Der Traum für jeden Trainer. Zudem sind meine Ziele in totalem Einklang mit jenen des Vereins. Ich bin mir sicher, dass der Verbleib in Bozen die richtige Entscheidung für mich war. Wenn ich in Zukunft zeigen werde, dass ich für die Serie B bereit bin, wird sich das schon irgendwie ergeben. Vielleicht sogar mit dem FC Südtirol...“

Ambitionierte Pläne, Projekte und Programme des Vereins hin oder her. Es fällt auf, dass dich der FC Südtirol auch auf anderen Ebenen verzaubert hat…

„Das stimmt. In jedem Bereich des Vereins arbeiten sehr kompetente Mitarbeiter, welche Herz und Seele für diesen Verein geben. Jeder will nur das Beste für den Verein, egal wie viele Mühen es kostet. Man feiert gemeinsam nach einem Sieg, sowie man nach einer Niederlage noch härter arbeitet. Aspekte welche für mich perfekt unter einen großen Slogan passen: Teamgeist. Und wir sind wirklich ein super Team.“
 
 
 
 

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