Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 

Fabian Tait: Der Javier Zanetti des FC Südtirol

INTERVIEW MIT FABIAN TAIT
 
Fabian, du wurdest bei den Verhandlungen als „Top Spieler“ eingestuft, der Vertrag läuft ja bis 2020, also drei Jahre.
„Dankeschön. Ja ich bin überglücklich. Ich wollte die Vertragsverlängerung unbedingt und es war schön zu sehen, dass auch der Verein gleich dachte. Mit der Verlängerung zeigte der FCS, dass er an meine Fähigkeiten und an mich glaubt. Dem Verein bin ich deshalb zu großem Dank verpflichtet. Es ist nicht üblich, dass ein Spieler der Lega Pro einen Dreijahresvertrag unterzeichnet.“

Der FC Südtirol hat ja bereits vor drei Jahren an dich geglaubt, als man dich aus der Serie D fischte…

„Ja das stimmt. Der FC Südtirol hat auf mich gesetzt und ist damit ein Risiko eingegangen. Doch ich hoffe und glaube, das in mich gesetzte Vertrauen gerechtfertigt zu haben. Meinen ersten Profivertrag unterschrieb ich nach einer durchwachsenen Rückrunde bei Marano, doch der FCS beobachtete mich bereits seit längerer Zeit und sah wahrscheinlich einen Spieler, der dem Niveau der Lega Pro gewachsen sein könnte. Dem FCS verdanke ich sehr viel, denn dank dem Club bin ich nun ein Profifußballer. Anfangs war es nur ein Traum, dann wurde es zu einem Ziel. Als ich mich zum ersten Trainingslager mit dem FCS aufmachte war alles neu, alles viel größer und professioneller und schwieriger wie in der Serie D. ‚Langsam Fabian, ein Schritt nach dem anderen‘, redete ich mir immer ein. Das erste Ziel war es möglichst viel von den Mannschaftskollegen und vom Trainer zu lernen und so viel wie möglich zu spielen. Ich dachte gar nicht an Einsätze in der Stammformation. Es war bereits ein Highlight im Kader des FC Südtirol zu stehen. Dem wichtigsten Club in der Region.“

Dann ging alles sehr schnell: Nach drei Jahren bist du drauf und dran, die 100 Spiele-Marke zu knacken…
„Ja, alles lief sehr gut. Besser als gedacht. Ich wuchs schnell, sei es spielerisch wie menschlich. Es klingt nach der klassischen Antwort die man so oft in den Interviews mit Spielern hört, doch es ist wirklich so. Um in der Lega Pro zu spielen braucht es nicht nur Füße, also Technik, sonder vor allem den Kopf, also die richtige Einstellung. Und hier beim FC Südtirol habe ich ein gesundes und positives Ambiente vorgefunden, welches meinen Reifeprozess erleichtert hat.“

Geholt wurdest du als Mittelfeldspieler, nun bist du einer der besten Außenverteidiger der Liga…
„Ich gebe zu, dass der Wechsel vom Mittelfeld in die Abwehr nicht ganz leicht war. Ich habe stundenlang an mir gearbeitet. Angefangen bei den elementarsten Dingen wie der Körperstellung zum Ball und der richtigen Ballannahme bis hin zu den taktischen Diagonalen in der Abwehr und dem richtigen Timing bei den Flanken… Ich habe wirklich viel gelernt. Die Idee des Außenverteidigers hatte der damalige Trainer Adolfo Sormani, auch wenn Sportdirektor Luca Piazzi bereits vorher angedeutet hatte, dass ich auch als Außenverteidiger spielen könnte. Ich hätte die Voraussetzungen dafür…“

Nun kann es nur nach oben gehen…
„Nein, ich bin nicht der Typ Mensch der so denkt. Meine Stärke ist die Neugier neue Sachen zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Ich bin sicher noch nicht am Ziel. Mit 24 Jahren kann und muss ich mich weiter verbessern.“

Reden wir über die Gerüchte der Serie B?
„Ich habe darüber gelesen. Stimmen die mir natürlich schmeicheln, das gebe ich zu. Aber an die erste Stelle habe ich die Vertragsverlängerung mit dem FC Südtirol gestellt. Und dabei geht es vor allem um zu zeigen, wie dankbar ich dem Verein bin. Wenn Angebote aus der Serie B eintrudeln sollten, werden wir gemeinsam mit dem Club über eine – für alle Seiten – bestmögliche Lösung sprechen.“

Du hast viel erreicht in diesen letzten Jahren. Gibt es eine Person der du zu besonderem Dank verpflichtet bist?

„Mit Sicherheit widme ich die aktuelle Situation meiner Mutter, die leider viel zu früh verstarb. Ich bin mir aber sicher, dass sie mich immer beschützen wird. Sie gibt mir täglich die Kraft an mich zu glauben und meinen eingeschlagenen Weg weiterzuführen. Neben dem FC Südtirol danke ich zudem meiner Freundin, meiner Familie und den vielen Personen die  mir wichtig sind.“

Drei Jahre FC Südtirol sind vergangen, weitere drei Jahre Vertrag erwarten dich. Willst du ein FCS-Aushängeschild werden?

„Wieso nicht! Ich wäre stolz darauf.“

Der Javier Zanetti des FC Südtirol, wie klingt das?
„Er war immer mein Vorbild und ist es noch heute. Denn er war nicht nur ein Top-Spieler, sondern ist auch als Mensch ein Vorbild. Und zudem begann auch er so wie ich als Mittelfeldspieler und spielte schlussendlich als rechter Außenverteidiger.“
 
 
 
 

 Zurück zur Liste 
Nächstes Spiel
FC Südtirol Jugend
 
 
 
VS.
 
FC Südtirol   Triestina
 
 
So, 20. August 2017 - 18:00
 
Drusus Stadion - Bozen
 
  Ticket Online  
 
 
0
0
0
0
Tage Stunden Min. Sek.