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FATALE SCHLUSSMINUTEN KOSTEN DEN FCS DEN (FAST) SICHEREN SIEG

Das ist Fußball – der FC Südtirol hat groß aufgespielt, in der 8. Minute den Führungstreffer erzielt und den harmlosen Gegner Virtus Entella beherrscht. Das hat aber nicht gereicht, denn Entella konnte überraschend und unverdient in der 83. Minute ausgleichen, bevor es in der 88. auch noch den Siegestreffer zum 1:2 Endstand erzielte. Der FCS hat die vielen, zu vielen vergebenen Chancen damit teuer bezahlt, durch deren Verwertung die Weißroten schon längst den Sack hätten zumachen können.
 
Am heutigen 7. Spieltag der Meisterschaft Erste Division der Lega Pro steht für den FC Südtirol  im Drususstadion das Heimspiel gegen Virtus Entella an. Der neue Trainer Claudio Rastelli kann nach seinem beachtenswerten 1:1 Einstand gegen Venedig auch vor heimischem Publikum zeigen, in welche Richtung er die Mannschaft verändern und führen will. Da kommt der Tabellenführer Entella gerade recht, der gemeinsam mit Pro Vercelli 14 Punkte hält und bisher ungeschlagen ist. Vier Siege und zwei Unentschieden prägen die bisherige Bilanz des Favoriten. Der FCS hingegen steht bei 8 Zählern und hat nur einen Sieg aufzuweisen, nämlich gegen Pavia am 3. Spieltag.
Für Mister Rastelli wird das Spiel gegen Virtus Entella wohl die erste wirkliche Bewährungsprobe, aber die gute Leistung und das Ergebnis des Spiels gegen Venedig haben der Mannschaft wieder viel Selbstvertrauen zurückgegeben, vor allem aber gezeigt, was dieses junge Team wirklich noch zu bieten hat.
Gegen die Gäste aus Ligurien setzt der FC Südtirol  einmal mehr auf die eigenen Stärken und auf  den Heimeffekt, denn in den letzten 20 Monaten ist es nur zwei Mannschaften gelungen, drei Punkte aus Bozen mitzunehmen, nämlich Lecce und Carpi. In der laufenden Meisterschaft erzielte der FCS einen Sieg gegen Pavia (4:0) und zwei 1:1 Unentschieden gegen Reggiana und Lumezzane.
Gleich wie der FCS war auch Virtus Entella Playoff Teilnehmer in der letzten Saison und wurde erst von Lecce aus dem Bewerb um die Serie B geworfen.
Gegen Virtus Entella, bei dem der Ex-Südtiroler Mattia Marchi spielt, muss Mister Rastelli auf den verletzten Fink verzichten. Für sein 4-3-3 Spiel bestätigt er im Block die Verteidigung, die auf das zentrale Duo Cappelletti-Bassoli aufbaut und vertraut die Schlüssel fürs Mittelfeld der  Neuerwerbung Alex Pederzoli an, der heute seinen allerersten Auftritt im weißroten Dress hat. Die  Angriffsgabel bilden wieder Campo, Dell'Agnello und Corazza.
Das Spiel 
Der FC Südtirol legt einen sehr starken Start hin. Die Weißroten gehen  mit Energie und Nachdruck den Gegner an, drängen diesen zurück und halten ihn innerhalb seiner Hälfte fest. Daran kann auch eine sehr frühe Gelbe Karte für Alessandro Campo nichts ändern, der um so stärker Druck gegen Entella aufbaut und in der 8. Minute zum erfolgreichen Abschluss kommt. 
Vassallo bringt den Ball im Mittelfeld in Position und bringt ihn  durch die Lücke weiter nach vorne zu Pederzoli. Der Neuzugang bedient Corazza im Strafraum, der sofort auf das Tor schießt. Paroni kann den Ball abwehren, zur zweiten Chance für den FCS: Dell'Agnello setzt zum Nachschuss an, aber wiederum kann der Schlussmann parieren. Im 3. Anlauf fällt es schließlich Campo zu, unhaltbar zum 1:0 für den FC Südtirol einzusacken. Für Campo ist es das 4. Tor in dieser Meisterschaft.
Die Weißroten nehmen die frühe Führung zu Anlass, weiter zu drängen. Iacoponi läuft in der 12. Minute auf dem rechten Flügel den Gegnern davon, um auf der Strafraumhöhe eine  scharfe flache Flanke zu Corazza abzugeben. Dieser verfehlt ungestört und freistehend das Tor beachtlich.  
Das Spiel des FC Südtirol ist hervorragend aufgebaut und läuft flüssig und passsicher ab. Pederzoli bestätigt das Vertrauen des Trainers, in dem er im Mittelfeld die Bälle rotieren lässt. In der 16. Minute nimmt Dell'Agnello einen langen Querpass von Corazza an und schießt ihn direkt in die offenen Arme von Paroni. 
Entella kann sich vom Druck der Weißroten nicht befreien. Der FCS hingegen nutzt seine Laufstärke und kommt immer wieder über die Flügel, so Vassallo in der 20. Minute, der Iacoponi zu einer guten Flanke auf den Kopf von Corazza verhilft. Paroni kann den Köpfler in höchster Not nur durch einen schwierigen Sprung abfälschen. 
In der 31. Minute macht sich Virtus Entella erstmals richtig bemerkbar. Pedrelli wechselt das Leder von links nach rechts zu Staiti, der sich in die Mitte bringt und dort  mit links am Tor vorbei schießt.
In der letzten Viertelstunde vor dem Pausenpfiff macht der FC Südtirol das Mittelfeld dicht und hält den Ball fest. Erst in der 38. Minute macht Campo wieder einen überraschenden Angriff, der jedoch ins Leere geht. In der 44. Minute schließlich schlägt Campo einen Eckball im Bogen direkt zum gegnerischen Tor, doch Paroni kann auch diesmal abwehren. 
Beide Mannschaften laufen nach der Pause unverändert auf. . Nach einem Foul von Moreo in der 47. Minute tritt Pederzoli einen Freistoß direkt auf den Kopf von Cappelletti, der jedoch nur einen schwachen Köpfler zu Paroni gibt.
Im trüben Bozner Nachmittag sollen die Flutlichter für mehr Sicht sorgen. Vassallo stürmt in der 6. Minute auf dem linken Flügel knapp am Seitenaus mit großer Geschwindigkeit nach vorne und schießt selbst auf das Tor. Seinen guten Ball pflückt sich jedoch Paroni durch einen gewaltigen Sprung vom Himmel.
In der 58. Minute nimmt Mister Rastelli einen strategischen Wechsel vor. Für Pederzoli, der mit seinem 1. Auftritt überzeugen konnte, kommt Turchetta, der somit das 4-4-2 System ermöglicht. 
Auch der für den gesperrten Luca Prina eingesprungene Sergio Spalla  versucht durch den Wechsel von Spielern, sein Angriffsspiel zu beleben. Zwischen der 62. und 68. Minute  schöpft er seine gesamten Möglichkeiten aus und bringt drei Neue auf den Platz.
In der 64. Minute kann Paroni mit einem beherzten Einsatz einen fast sicheren Treffer von Corazza verhindern, der sich im Duell mit Cesar klar durchgesetzt hat. Der Schlussmann von Entella ist heute wohl der beste Mann aus Ligurien auf dem Platz.
Die Weißroten setzen weiter auf einen zusätzlichen Treffer und kommen diesem immer näher. In der 73. Minute nimmt Corazza den Weg durch die Mitte, um dann den auf gleicher Höhe agierenden Dell'Agnello zu bedienen. Dieser knallt das Leder aus der Drehung heraus an den Außenpfosten.
Trotz der vielen herausgearbeiteten Chancen, will dem FCS einfach der 2. Treffer nicht gelingen. Die Weißroten wechseln ihre Angriffe ab, kommen über beide Flügel, über die Mitte, setzen lange Pässe, verunsichern den Gegner, können aber nicht mehr punkten. In der 75. Minute erhält Corazza von Furlan den Ball, überspielt durch seine Geschwindigkeit Di Tacchio, kommt in den Strafraum und knallt den Ball ins Tor. Doch wieder kein Treffer.
Dafür klingelt aus auf der anderen Seite. In einem der seltenen Angriffe flankt Guerra  in der 83. Minute den Ball von links zu Marchi in den Strafraum, den dieser mit Bravour ins Kreuzeck köpfelt, zum wohl unverdientesten Ausgleichstor  der ganzen  Meisterschaft.
Jetzt ist plötzlich Entella da, das die verdutzten Weißroten gehörig unter Druck setzt und in der 88. Minute durch Sarno zum Führungstreffer kommt. 
Diesen Rückstand können die Weißroten nicht mehr wett machen und unterliegen nach einem starken Spiel. Entella haben 5 Minuten gereicht, um sich in Bozen drei Punkte abzuholen. 

FC SÜDTIROL – VIRTUS ENTELLA   1:2 (1:0)
FC Südtirol (4-3-3): Micai; Iacoponi, Cappelletti, Bassoli, Martin; Furlan, Pederzoli (58. Turchetta), Vassallo; Campo (64. Tagliani), Dell’Agnello (79.Ekuban), Corazza.
Auf der Ersatzbank: Tonozzi, Kiem, Bastone, Branca.
Trainer: Claudio Rastelli
Virtus Entella (4-3-1-2): Paroni; Volpe (62. Troiano), Cesar, Russo, Cecchini (62. Guerra); Staiti, Di Tacchio, Pedrelli (68. Marchi); Sarno; Rosso, Moreo.
Auf der Ersatzbank: Zanotti, Padella, Raggio Garibaldi, Magnaghi. 
Trainer: Sergio Spalla (für den gesperrten Luca Prina)
Schiedsrichter: Ivano Pezzuto aus Lecce (Cecconi-Raspollini)
Tore: 8. Campo 1:0,  83. Marchi 1:1, 88. Sarno 1:2.
Gelbe Karten:   Campo FCS, Pederzoli FCS, Moreo ENT, 
 
 
 
 

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So, 22. Oktober 2017 - 14:30
 
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