Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 

Fußballverbot!

Nach den Ausschreitungen anlässlich des gestrigen vorgezogenen Meisterschaftsspieles Catania – Palermo zieht der Sonderkommissar des Italienischen Fußballverbandes Luca Pancalli schockiert die Notbremse.
 

Die Entscheidung des Verbandsoberen betrifft alle Ligen und bedeutet nichts anderes als ein Fußballverbot auf unbestimmte Zeit. Diese harte Maßnahme geht auf den Tod des Polizeiinspektors Filippo Raciti zurück, der der Explosion einer Papierbombe zum Opfer fiel.
Der Verbandskommisar will alle Meisterschaften so lange auf Eis legen bis nicht allen Chaoten, die sich unter dem Deckmantel der Fußballbegeisterung verbergen ausgegrenzt werden.
Vor 12 Jahren wurden die Meisterschaften – damals betraf das sogar alle Sportarten -  schon einmal unterbrochen, als Vincenzo Spagnolo, ein Genoa-Fan beim Spiel Genoa gegen Milan erstochen worden war.
Die Maßnahme lag eigentlich schon in der Luft, denn Pancalli hatte sie nach dem Tod von Ermanno Licursi, Funktionär der Sammartinese, der Ende Januar in einem Handgemenge im Spiel gegen Cancellese (3. Kategorie Provinz Cosenza) getötet worden war.
Kein Sportbegeisterter, kein Bürger kann tatenlos zuschauen, wenn der Sport in Gewalt versinkt. Keiner kann tatenlos zuschauen, wenn ein Ordnungshüter stirbt weil er versucht zu verhindern, dass ein Fußballspiel in einen Straßenkampf ausartet. Zumal anlässlich eines Spieles, das mit einer Schweigeminute für Ermanno Licursi hätte beginnen sollen. Dummheit hat keine Grenzen, das war bereits bekannt. Auch ohne diesen blutigen Beweis. Erschreckend ist auch die Respektlosigkeit gegenüber jenen Menschen, die verstanden haben, dass der Fußball auf dem Holzweg ist und einem Funktionär, der in einer absurden Situation sein Leben verlor, ihre letzte Ehre erweisen wollten.
Wer sich zu Gewalttaten hinreißen lässt und diese mit sportlicher Begeisterung entschuldigt verliert das Recht sich Fan zu nennen.
Nun ist es notwendig nachzudenken und geeignete Lösungen zu finden. Erziehung zur Sportkultur geht in Ordnung, gleichzeitig muss es auch Rechtssicherheit geben, für jene die bei solchen Fällen zu entscheiden haben. Und vor allem muss auch die Gewissheit bestehen, dass Chaoten, die sich Sportbegeisterte nennen, ihre Strafe auch wirklich verbüßen müssen.

Der FC Südtirol verurteilt jede Form von Gewalt in und außerhalb der Stadien, die das Erscheinungsbild des Fußballs letztlich entscheidend schädigt und drückt der Familie des Opfers tief empfundenes Beileid aus.

 
 
 
 

 Zurück zur Liste 
Nächstes Spiel
FC Südtirol Jugend
 
 
 
VS.
 
FC Südtirol   Triestina
 
 
So, 20. August 2017 - 18:00
 
Drusus Stadion - Bozen
 
  Ticket Online  
 
 
0
0
0
0
Tage Stunden Min. Sek.