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INTERVIEW MIT ROCCO COSTANTINO!

„ICH FÜHLE MICH EIN BISSCHEN WIE DER RIGANÒ ODER LAPADULA DES FC SÜDTIROL!“

Wie auch der ehemalige Stürme von Fiorentina – jetzt im Ruhestand
– oder der Mittelstürmer von Genua – in der letztjährigen Saison
beim AC Mailand – hat auch der 27-jährige aus den Abruzzen erst
spät den Sprung in den Profifußball geschafft, nachdem er für viele Jahre
in unteren Ligen erfolgreich auf Torjagd ging. „Ab jetzt setze ich mir
keine Grenzen mehr, auch wenn ich zuerst beweisen muss, dass ich
es verdiene für den FCS spielen zu dürfen. Der Klub hat mir eine riesen
Chance gegeben.“
 
Rocco, du hast mit 27 Jahren deine erste Chance im Profigeschäft erhalten. Gab es eigentlich noch Hoffnunghierfür?

„Ja, und ich meine es vollkommen ernst. Auch während der unglücklichsten Saisonen habe ich nie aufgehört meinen Traum zu verfolgen, da ich wusste, dass ich das Zeug zum Profifußballer habe. Ans Aufgeben habe ich nie gedacht: Eine Eigenschaft, welche ich zu meiner Stärke gemacht habe. Hartnäckigkeit und Leidenschaft sind die Zutaten meines Erfolgsrezepts.“


Deine 27 Treffer in der letztjährigen Serie-D-Saison mit Vis Pesaro haben mehrere Serie-C-Vereine, aber auch einige Zweitligisten, auf dich aufmerksam gemacht. Wieso hast du dichausgerechnet für den FC Südtirol entschieden?

„Der FCS war der Verein, welcher mich am meisten haben wollte. Ich war mir bewusst, dass der Aufstieg in eine höhere Spielklasse auch einige Schwierigkeiten mit sich bringen konnte. Der FC Südtirol ist demnach die perfekte Wahl, da in Bozen mit Ordnung und Professionalität gearbeitet wird. Die Vereinsführung ist ein Vorzeigemodell im italienischen Profifußball, da u.a. nicht alles auf Anhieb verlangt wird. Das beste Beispiel hierfür ist der Zweijahresvertrag, welchen ich im Sommer unterschrieben habe. So wurde mir klar, dass ich nicht nur eine „Wette“ für den Verein war. Die Arbeitsweise bzw. die Mitarbeiter des Vereins sind beeindruckend: Professionalität, Kompetenz und Organisation wird beim FCS großgeschrieben. Was beschreibt die gerade genannten Eigenschaften besser als das neue Trainingszentrum? Ein einzigartiges Prachtstück, welches uns Spieler in ausgezeichnete Trainingskonditionen versetzt.Jetzt bin ich dran mich im Profigeschäft zu beweisen.“


Hattest du anfangs Schwierigkeiten, dich im Profifußball zurecht zu finden?

„Naja, ein bisschen Zeit habe ich natürlich benötigt: Sowohl auf taktischer als auch auf technischer Ebene musste ich mich an die Vorstellungen von Coach Zanetti anpassen. In der Serie D war ich es gewohnt als einzige Spitze auf dem Feld zu stehen, wobei die ganze Mannschaft für mich gearbeitet hat. Zanetti verlangt hingegen nicht nur offensive Spielzüge, sondern fordert die Stürmer dazu auf, gleichzeitig auch als erster Verteidiger zu agieren. Zudem wird von mir großer Kampfgeist, Einsatz und Wille verlangt. Diese Eigenschaften entsprechen meiner Persönlichkeit, da ich jede Aktivität mit hundertprozentiger Leidenschaft ausführe. Ich muss aber zugeben, dass ich es nicht gewohnt war, in solch einem konstanten Rhythmus zu arbeiten. In derSerie D waren Treffer mein ein und alles.Die Serie C ist jedoch eine ganz andere Kategorie, an die man sich schnell anpassen muss. Ich denke, dass ich in der Spielklasse gut angekommen bin. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, noch mehr leisten zu können.“


Coach Zanetti ist ein sehr junger Trainer. Er ist nur wenige Jahre älter als die meisten Spieler und bis vor drei Jahren
stand er noch selbst auf dem Feld. Welche Vorteile bringt dies mit sich?

„Es war für mich relativ einfach einen guten Draht zu ihm aufzubauen, da er die Bedürfnisse eines modernen Fußballspielers auf Anhieb begreift. Heutzutage brauchen Spieler einen ständigen Dialog zum Übungsleiter, immer mit Respekt der jeweiligen Rollen. Zudem ist es wichtig im richtigen Moment die richtigen Worte für deine Spieler zu haben. Ich finde mich mit Zanetti’s Arbeitsweise sehr gut zurecht: Nicht nur wegen seiner Fachkompetenzen, sondern auch aufgrund seiner menschlichen Eigenschaften. Er verkörpert das Konzept des Teamgeists nahezu perfekt: Für uns würde er durchs Feuer gehen.“


Der FC Südtirol wurde des Öfteren als Verein mit einem familiären Ambiente bezeichnet. Kannst du dich dieser Aussage anschließen?

„Ja, diese Definition bringt es genau aufden Punkt. Man fühlt sich zu 100% Teil des Klubs: Außerfußballerische Tätigkeiten; wie zum Beispiel Treffen mit Fans, Sponsoren und Partnern übermitteln einem ein großartiges Angehörigkeitsgefühl. Sowohl im als auch außerhalb des Feldes wird von uns Spielern ein beispielhaftes Benehmen verlangt: dazu kann ich mich nur positiv äußern.“


Es erfüllt uns mit großer Freude dies ausgerechnet von dir zu hören, da du in Pesaro ein für dich traumhaftes Ambiente erlebt hast...

„Ja, das Feeling war märchenhaft. Zwischen mir und dem Publikum stimmte einfach die Chemie.
Die Erinnerungen an diese Zeit sind unvergesslich: Der Sieg der Play-offs sowie das Gefühl vor 4.000 Menschen zu spielen,werden mich ein Leben lang begleiten. Ich bin ehrlich: Ein Aufstieg in die Serie C mit Vis Pesaro wäre großartig gewesen, auch wenn der FC Südtirol sicherlich kein Plan-B darstellt. Ganz im Gegenteil. Die Beziehung zu den Südtirolern wird von Tag zu Tag besser, sie machen mir einen sehr sympathischen Eindruck. Anfangs wirkt der Südtiroler vielleicht ein bisschen misstrauisch, doch im
Laufe der Zeit öffnet auch er sein Herz.“


Als Fußballer wurde dir nichts geschenkt. Du hast dir alles durch Willen und Kampfgeist erarbeitet. Gibt es einen prominenten Spieler,
welcher einen ähnlichen Werdegang wie du erlebt hat?


„Nicht in einem professionellen Jugendsektor aufgewachsen zu sein, kann manchmal etwas ungewöhnlich erscheinen, auch wenn es öfters vorkommt. Gerade die Fußballmärchen von großen Stürmern - die wie ich von ganz unten gestartet sind – haben mich in der Verwirklichung meines Traums ständig begleitet. Ich wusste, dass auch ich früher oder später eine Chance im Profigeschäft erhalten werde. Welchen Top-Torjäger ich gerade im Kopf habe? Mein absolutes Lieblingsteam ist der AC Mailand. Deshalb sah ich immer in Inzaghi mein großes Vorbild, obwohl „Pippo“ einen von Grund auf verschiedenen Werdegang wie ich hatte. Meine Karriere hat gewisse Ähnlichkeiten zu den Laufbahnen von Riganò und Lapadula. Beide sind von unten gestartet und später ganz groß rausgekommen. Ich bin noch nicht auf deren Niveau und
werde es vielleicht gar nie sein. Jedoch eines ist sicher: Ich werde mir keine Grenzen setzen. Wenn ich mit 27 Jahren den
Sprung in die Serie C geschafft habe, wäre es dumm jetzt nicht weiter zu träumen.“


Welche Idee hast du dir von der Serie C – insbesondere der Gruppe B – gemacht?

„Mit Ausnahme von Vicenza und Pordenone ist das Niveau sehr ausgeglichen: Jede Mannschaft kann eine gute Meisterschaft absolvieren.“
Persönliche Ziele?
„Diese Saison sehe ich als Sprungbrett für meine Karriere. Ich muss alles auf eineKarte setzen, als ob ich kein anderes Jahr zur Verfügung hätte. Ich werde versuchen so oft wie möglich einzunetzen und mir somit einen Platz beim FC Südtirol bzw.
im Profigeschäft zu verdienen.“
 
 
 
 

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Mi, 26. September 2018 - 18:30
 
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