Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 

LORENZO SGARBI UND DER TRAUM VON EINER SERIE A KARRIERE

Der 16-jährige Angreifer wechselte im Sommer vom FC Südtirol zum SSC Neapel, wo er anfänglich in der U17 und nun in der Primavera-Mannschaft agiert. Er debütierte im September gegen Shaktar Donetsk in der Youth-League, wurde auch gegen Manchester City eingewechselt. „Die Sommervorbereitung unter Coach Zanetti war hart, Tait hat mir im Trainingslager sehr geholfen und ich bin froh über die Tore von Costantino.“
 
Lorenzo, von klein auf war der Ball dein wegbegleiter. Dein Vater und dein Onkel spielten Fußball und das auf gutem Niveau. Erzähle uns mehr von der Familie Sgarbi.
„Meine Mutter, die auch mein größter Fan ist, hat mir immer erzählt, dass ich bereits mit vier Jahren Fußballspielen wollte. Ich war immer auf dem Fußballfeld, musste jedoch warten, bis ich das fünfte Lebensjahr erreicht hatte. Von da an begann meine Fußballerkarriere bei Virtus Bozen, wo ich in den Jugendmannschaften, sehr oft mit den älteren Jahrgängen, kickte. Ich habe tolle Erinnerungen an diese Zeit und viele meiner damaligen Mannschaftskollegen sind nun gute Freunde. Alle reden immer von meinem Onkel Veleo, der wahrscheinlich einer der besten Fußballer der Region gewesen ist. Doch der erste Fußballer der Familie Sgarbi war mein Opa, der auf Profiniveau spielte. Mein Vater war ebenfalls talentiert, doch er kickte aus reinem Spaß am Spiel. Wie ich ihn kenne, bin ich mir sicher, dass er nie daran gedacht hätte, es als Profifußballer zu versuchen. Er hat mich aber von Anfang an unterstützt und glücklicherweise nie zu etwas gedrängt und stets konstruktive Kritik geübt. Noch heute wiederholt er immer dieselben Sachen: Bodenständigkeit und Einsatz zahlen sich immer aus. Mein Onkel Veleo wurde der Brasilianer genannt. Man kann erahnen, welcher Spielertyp er war. Ich habe ihn leider nie gesehen, da ich zu jung dafür bin.“

Du sprichst, als wäre Fußball wirklich deine Leidenschaft…
„Ich leben für den Fußball, 24 Stunden am Tag. Ich werde nie genug haben vom Fußball und zu einem ‚Spielele‘ mit den Kollegen werde ich nie nein sagen können.“

Du bist im Jugendsektor von Virtus Don Bosco aufgewachsen: welche Erinnerungen hast du an diese Zeit?
„Das war eine tolle Zeit. Die Virtus und der Righi-Platz waren für mich wie eine Art Hof. Ich konnte dorthin gehen und wusste, dass meine Freunde bereits mit dem Ball auf mich warteten. Ich hatte sehr viel Spaß und erinnere mich noch an meine Trainer Giampiero Abate (ein Fachmann), Luciano Benedetti und viele weitere. Ich habe tolle Jahre bei Virtus verbracht und mit der C – und B-Jugend auch einige Siege einfahren können.“

Dann ging alles sehr schnell. Zuerst der Wechsel in den Jugendsektor des FC Südtirol, gute Leistungen in der U16, Talentscouts wurden auf dich aufmerksam und im Sommer die Vorbereitung mit der Profimannschaft des FCS…

„Ja, das Trainingslager mit Coach Paolo Zanetti war mein erster Kontakt zu den Profis. Viele der Mannschaftskollegen, darunter vor allem Fabian Tait, haben mir Tipps gegeben und mir geholfen mich zu integrieren. Mich freut es, dass die Mannschaft gute Resultate erzielt und hoffe dass mein Freund Rocco Costantino noch den einen oder anderen Treffer machen wird. Der Wechsel von Virtus zum FC Südtirol war für mich ausschlaggebend, da mich mit Paolo Tornatore ein Coach trainierte, der wusste wie er mich ranzunehmen hatte. Er ließ mich keine Minute aus den Augen, forderte mich sehr und lernte mir die Bewegungen einer Sturmspitze. Ich verdanke Mister Tornatore sehr viel.“

Nun die Primavera vom SSC Neapel. Kam der Wechsel für dich unterwartet und wie fällt deine persönliche Zwischenbilanz aus?
„Ich glaube, dass meine Leistungen in der vergangenen Saison ganz gut waren. Bei diesen Spielen wurde ich wahrscheinlich von mehreren Scouts gesichtet. Ich glaube zudem, dass ich auch Glück hatte; am Ende der Saison konnte ich mich bei Freundschaftsspielen mit Carpi und Hellas Verona mit Vereinen der Serie A messen. Im Sommer haben ich, mein Vater und mein Agent Giovanni Bia uns zusammengesessen und die Angebote bewertet. Als dann das Angebot von Napoli eingetroffen ist, war dann sofort klar, dass ich in die Jugendmannschaften der Hellblauen wechseln will. So eine Möglichkeit gibt es einmal im Leben und ich habe sofort zugestimmt. Nun spiele ich gegen die besten Jugendspieler Italiens. Auch wenn Coach Beoni mir bisher nur Kurzeinsätze schenkte, ist es ein unglaubliches Gefühl in den Reihen der Primavera von Napoli zu stehen. Mit nur 16 Jahren in der Youth League, der Champions League der Jugendmannschaften, zu debütieren war ein fantastisches Erlebnis. Wir treffen auf die besten Jugendmannschaften der Welt, reisen nach Ukraine, England und Holland. Gewaltig.“

Wie wurdest du in Neapel aufgenommen?
„Ich wurde herzlich empfangen. Anfangs tat ich mich trotzdem schwer. Die Napolitaner sind sehr offene Menschen, es ist nicht schwer mit jemanden zu sprechen. Langsam aber sicher knüpfe ich Freundschaften und komme mit den Mitspielern sehr gut aus. Man muss verstehen, dass ich mit meinen 16 Jahren doch etwas jünger bin als meine Mannschaftskollegen, die auch teilweise schon 19 Jahre alt sind. Ich bin dann trotzdem froh wieder nach Bozen zurückzukehren. Hier treffe ich meine Freundin, meine Freunde und meine Familie.“

Wie sieht dein Tag in Neapel aus?

„Ich stehe um 8 Uhr auf und gehe zur Schule. Nach der Schule esse ich im Heim, raste 30 Minuten und dann fahren wir alle gemeinsam mit dem Bus ins Trainingszentrum. Nach dem Nachmittagstraining haben wir eine Stunde Zeit für Hausaufgaben. Dann folgt das Abendessen und etwas Zeit um sich zu entspannen. Der Rhythmus ist hoch, es gibt nicht viel Freizeit, doch alles in allem passt es so.“

Welcher Fußballer ist dein Vorbild?
„Robert Lewandowski vom FC Bayern München. Er ist der perfekte Stürmer, der alle Eigenschaften eines kompletten Angreifers vereint. Ich will genau diese Art von Spieler werden.“

Deine Trikotnummer?
„Ich trage die Nummer 9, doch wenn ich in Zukunft aussuchen darf, werde ich mich für die 24 entscheiden. Mein Geburtstag.“

Welche sind die Werte, die der Sport deiner Meinung nach der Jugend vermitteln sollte?

„Diese Frage lässt mich an meinen Jugendtrainer Piero Abate zurückdenken. Er predigte immer folgende Werte: Respekt, Eifer, Einsatz, Ernsthaftigkeit und Spaß.“
 
 
 
 

 Zurück zur Liste 
Nächstes Spiel
FC Südtirol Jugend
 
 
 
VS.
 
FC Südtirol   Ternana
 
 
Mi, 12. Dezember 2018 - 18:30
 
Drusus-Stadion - Bozen
 
  Ticket Online  
 
 
0
0
0
0
Tage Stunden Min. Sek.