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MARCO MONTRESOR: EIN WELTENBUMMLER BEIM FCS

Eine Neuheit im Trainerstab dieser Saison ist der technische Mitarbeiter Marco Montresor. Er bringt Erfahrung aus mehreren Ländern nach Südtirol und ist für Coach Viali ein wertvoller Mitarbeiter.
 
Marco, erkläre unseren Lesern kurz welche die Aufgaben des technischen Mitarbeiters sind?
„Ich agiere im Rahmen des Trainings entweder mit einzelnen oder einer Gruppe von Spielern und führe technische Übungen durch. Das heißt ich komme dann zum Zug, wenn die Mannschaft zwei oder dreigeteilt wird. Zudem bereite ich gemeinsam mit dem Trainerduo das Training vor, mache jeweils 3-4 Vorschläge zu technischen Übungen, die der Trainer in das Mannschaftstraining einbaut. Sagen wir es so, meine Arbeit ist sehr vielfältig.“

Du hast deine Trainerkarriere im Jugendbereich begonnen. Wie kamst du dazu, das Traineramt auszuüben?
„An erster Stelle steht die Leidenschaft, welche ich für den Fußball habe. Ich spielte nie auf Profiniveau und habe deshalb keine große Erfahrung als aktiver Fußballer, kickte im Amateurbereich. Doch als Trainer konnte ich mir diese Erfahrungen in den letzten Jahren aneignen und ich versuche mit dieser nun dem FC Südtirol zu helfen.“

Trainer der U16 Nationalmannschaft Australiens und der nationalen A-Jugend von Valencia. Dein Curriculum ist vollgepackt mit tollen Erfahrungen weltweit. Erzählst du uns etwas darüber?
„Die Station in Valencia war für mich sehr wichtig und in Spanien habe ich sehr viel gelernt. Die Arbeitsweise dort ist nicht mit jener in Italien zu vergleichen. In Spanien wird viel Wert auf Ballbesitz, auf technische Übungen und auf Spielsimulationen gelegt. Zudem ist in Spanien im Gegensatz zu Italien Fußball noch mit Spaß und Freiheit verbunden. In Australien habe ich hingegen nicht so viel mitnehmen können. Doch das war mir von Anfang an klar. Die Nationalmannschaften trainierten nur in 2-4 monatigen Abständen auf dem Spielfeld. Fußball ist in Australien noch eine Randsportart.“

Welche Unterschiede gibt es im Jugendfußball Italiens und jenem in Spanien?
„In Italien wird alles der Taktik untergeordnet. Die Trainings sind nur darauf aufgebaut – auch im Profifußball – und immer an ein bestimmtes Spielsystem geknüpft. In Spanien ist Technik das allerwichtigste. Ein Beispiel: in Italien sind pro Trainingseinheit maximal 15 Minuten für Technikübungen (Ballführung, Passspiel usw.) vorgesehen. In Spanien sind das 30-40 Minuten. Damit will ich sagen, dass in Spanien vor allem die technischen Fähigkeiten der Spieler im Vordergrund stehen. Im Spiel ist somit ein Pass einfacher auszuführen. Das Training 11 gegen 0 oder die Taktikübungen zu einem bestimmten Spielsystem sind in Spanien hingegen weniger wichtig.“

Kannst du für uns in wenigen Worten erklären, was das so bekannte „tiki taka“ bedeutet?
„Der Begrifft beschreibt eine technische Übung, bei welcher auf engem Raum mobiles Kurzpassspiel durchgeführt wird, die Positionen ständig rotieren und permanente Dreiecke gebildet werden. Der große FC Barcelona hat diesen Spielstil charakterisiert. Das Ziel ist es im Spiel den Ball schnellstmöglich zu erobern und mit schnellen kurzen präzisen Pässen in die Offensive zu wechseln. Auch hier beim FC Südtirol haben wir ähnliche Übungen durchgeführt.“

Welche Erfahrung hast du hingegen im Erwachsenenfußball?
„Begonnen habe ich meine Karriere in der ersten Mannschaft bei Ternana. Der frühere Profispieler Raimondo Marino (Lazio und Napoli) machte es möglich, dass ich als Co-Trainer agierte. Wir hatten eine gute Mannschaft mit Spielern wie Jimenez und Candreva. Das Jahr darauf wechselte ich zu Gubbio, wo ich die Berretti-Mannschaft trainierte. Durch puren Zufall traf ich wiederum auf Marino, der mich in Folge als Co-Trainer in die erste Mannschaft lockte. Eine wichtige Erfahrung für mich war auch die Zeit im Jugendsektor von Lazio Rom.“

Hierzu habe ich noch eine Frage: wie siehst du den Unterschied der Arbeit eines Trainers zwischen Jugend – und Erwachsenenfußball?
„Im Jugendsektor ist der Trainer die wichtigste Person, es gibt keinen Druck von außen und man kann sich voll auf die Entwicklung der Spieler konzentrieren. In der Profimannschaft zählt hingegen nur das Resultat und es ist deshalb nicht leicht und es fehlt oft die Zeit, sich um die jungen Spieler und um deren Weiterentwicklung zu kümmern.“

Wie kam dein Wechsel nach Bozen zu Stande. Wieso der FC Südtirol?
„Bereits nach den ersten Gesprächen mit dem Sportdirektor Luca Piazzi habe ich beschlossen, dass ich diese Gelegenheit beim Schopf ergreifen muss. Die gute Organisation und die präzise Arbeitsweise im Club haben mich überzeugt. Zudem hat Luca Piazzi die Aufgaben in der Profimannschaft und im Jugendsektor perfekt aufgeteilt, sodass mir der FC Südtirol als der ideale Verein vorkommt, um ohne großen Druck zu arbeiten und gute Resultate zu erzielen.“

Was hat dich beim FC Südtirol am meisten beeindruckt?
„Was ich so noch nicht gesehen habe ist die Art, wie die täglichen Trainingseinheiten überwacht werden. Die Spieler werden während der Trainings gefilmt und die Aufnahmen werden in Folge ausgewertet. So kann der Trainerstab verstehen, wo sich jeder Spieler verbessern kann. Nur wenige professionelle Vereine handhaben das so und haben die nötigen technischen Mittel um diese Daten zu sammeln.“
 
 
 
 

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