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DER TRAUM PLATZT IN COSENZA - ABER: WAS FÜR EINE GRANDIOSE SAISON

DER TRAUM PLATZT IN COSENZA - ABER: WAS FÜR EINE GRANDIOSE SAISON

10.06.2018 - Der beeindruckende Lauf des FC Südtirol in dieser Saison und den Play-Offs der Serie C endet vor 20.000 heimischen Fans im San-Vito-Gigi-Marulla-Stadion von Cosenza. Ins Finale von Pescara ziehen also die “Lupi” aus Kalabrien ein, die das 1:0 der Weiß-Roten aus dem Hinspiel dank eines 2:0-Sieges drehen konnten. Der zweite Treffer fiel in der vierten und letzten Minute der Nachspielzeit, als alle bereits mit einer Verlängerung rechneten. Der Traum von der Serie B platzt für den FCS also in Kalabrien, trotzdem haben die Weiß-Roten eine herausragende Saison hinter sich: Vor allem bleibt der Vize-Meistertitel in Kreis B in Erinnerung (das beste Ergebnis aller Zeiten, seit die Südtiroler in der Serie C1 sind).

MATCH PREVIEW.
Nur vier Tage nach dem Hinspiel, das am Mittwochabend im Drususstadion stattgefunden hat, wo die Weiß-Roten in extremis einen sehr schönen und immens wichtigen Sieg feiern konnten – traf Michael Cia doch in der 91. Minute zum finalen 1:0 – kehrt der FC Südtirol auf den Rasen zurück: Im San-Vito - Gigi-Marulla-Stadion gastiert man zum Halbfinal-Rückspiel der Play-Offs der Serie C in Cosenza. Es geht – natürlich – um den Einzug in das Finalspiel um den Aufstieg in die Serie B, das am kommenden Samstag, den 16. Juni, in Pescara stattfinden wird. Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel geht der FCS gestärkt in diese Partie, genügt doch bereits ein Unentschieden zum Einzug ins Endspiel.
Kapitän Fink und Co. sind seit sieben Spielen ungeschlagen, in denen man ganze sechs Mal gewinnen konnte: Die ersten vier Erfolge gab es – am Stück – in den letzten vier Meisterschaftsspielen der Regular Season. Das einzige Unentschieden kam im Viertelfinal-Hinspiel der Play-Offs auswärts gegen Viterbese (2:2).
Zuhause ist Cosenza seit fünf Spielen ungeschlagen – man holte in diesen letzten fünf Heimspielen vier Siege (drei in den Play-Offs) und ein Unentschieden.
Im Halbfinal-Rückspiel muss Mister Zanetti auf den gesperrten Sgarbi verzichten, an seiner Stelle wird – im Zentrum der Verteidigung – Frascatore spielen. Zanchi rückt deshalb auf der linken Außenbahn in die Startelf. Im Mittelfeld kehrt Berardocco auf die Spielmacher-Position zurück, während Gyasi im Sturm wieder an der Seite von Costantino spielen wird.
Der FCS hat sechs vorgewarnte Spieler in seinen Reihen, die bei einer erneuten gelben Karte in einem möglichen Finale fehlen würden: Vinetot, Berardocco, Smith, Candellone, Costantino und Gyasi.
Cosenza hingegen hat ganze zehn gelb-vorbelastete Spieler vorzuweisen: Die beiden Torhüter Saracco und Zommers, die Innenverteidiger Pascali und Idda, der linke Außenverteidiger D’Orazio, die Mittelfeldspieler Bruccini, Mungo und Pamiero sowie die Stürmer Okereke und Tutino.

LIVE MATCH.
Die Hausherren begannen das Late-Night-Match in einem restlos ausverkauften San-Vito-Gigi-Marulla-Stadion von Cosenza (fast 20.000 Zuschauer) – in einem sportlichen Rahmen – furios und aggressiv, sie versuchten, sofort druckvoll nach vorne zu spielen. Die Jungs von Zanetti jedoch entlasteten sich mit einigen geschickten Einwurfaktionen gut.
Ähnlich wie im Hinspiel taten sich die beiden Teams schwer, in der Vorwärtsbewegung Lücken zu finden, da sie in dieser Anfangsphase beide kompakt und solide auftraten. Dies wirkte sich natürlich auf den Spielfluss aus, bis zur 28. Minute passierte deshalb praktisch gar nichts. Dann gab es nämlich die erste nennenswerte Möglichkeit für die Hausherren: Corsi brachte eine Flanke von rechts in die Mitte, wo Okereke zum Kopfball kam, das Spielgerät jedoch nicht richtig traf. Der Ball ging somit deutlich rechts vorbei.
Der FCS zeigte in dieser ersten Halbzeit eine taktisch einwandfreie Partie: Die Mannen von Zanetti stellten geschickt die Räume zu und erlaubten Cosenza somit nicht, in die Tiefe zu kommen.
Eine Minute vor der Halbzeitpause dann die erste gute Torchance für den FCS: Erlic eroberte den Ball, Gyasi gewann im Anschluss den Zweikampf gegen Idda. Der Stürmer der Weiß-Roten zog dann von halblinks in die Mitte und bediente Fink mustergültig 20 Meter vor dem Kasten von Saracco. Der Kapitän der Weiß-Roten legte seinen Abschluss aber überhastet weit drüber.
Eine recht ereignisarme erste Hälfte ging dann wenige Momente später zu Ende. Der FCS hatte sicherlich nichts gegen den bisherigen Spielverlauf und zeigte aus taktischer Sichtweise eine bärenstarke erste Hälfte.

Beide Teams gingen zunächst unverändert in diese zweiten 45 Minuten – ebenso unverändert blieb in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff der Spielverlauf: Cosenza zwar mit mehr Ballbesitz, der FCS stand aber kompakt auf dem Feld und stellte geschickt die Räume zu.
Der Trainerfuchs von Cosenza, Piero Braglia, stellte in der 57. Minute um und brachte in Baclet einen dritten Stürmer für einen Verteidiger (Pasqualoni): Die Gastgeber traten nun im 4-3-1-2 auf.
In der 59. Minute holte sich der frisch eingewechselte Candellone eine gelbe Karte ab – in einem möglichen Finale würde er damit fehlen.
Cosenza erhöhte die Schlagzahl und kam in der 61. Minute zur Riesenchance auf den Führungstreffer: Mungo brachte von rechts eine Flanke in die Mitte, wo Tutino zwei Schritte vor dem Kasten von Offredi den Ball nicht über die Linie drücken konnte.
Cosenza rannte nun mächtig an: In der 64. Minute brachte der frisch eingewechselte Loviso einen Eckball in die Mitte, Bruccino fälschte das Leder Richtung ersten Pfosten ab. Den bewachte jedoch Berardocco, der auf der Linie klären konnte.
Nur 30 Sekunden später zog Tutino aus 20 Metern ab, Offredi klärte herausragend zur Seite.
In der 68. Minute eine der sich nun häufenden Ecke von Cosenza, Erlic und Pascali gingen im Strafraum beide zu Boden. Der Ball kam jedoch zu Tutino, dessen direkter Rechtsschuss drüber ging.
Nach zehn Minuten aggressivsten Anlaufens kamen die Hausherren nur eine Minute später zum Führungstreffer: Loviso brachte einen Freistoß als Flanke in die Mitte, Baclet kam im Fünfer per Flugkopfball an das Spielgerät und netzte zum 1:0 ein.
Die Weiß-Roten wirkten nun angeknockt: In der 74. Minute brachte D'Orazio von links eine gefährliche Flanke in die Mitte, wo Zanchi am zweiten Pfosten den Ball entscheidend mit dem Kopf nach außen lenkte, sodass Bruccini aus unmittelbarer Distanz nicht zum Abschluss kam.
Die Jungs von Zanetti befanden sich in großen Schwierigkeiten und schafften es nicht, Konter zu starten. Das Gigi-Marulla-Stadion mutierte immer mehr zu einem Hexenkessel.
In der 89. Minute hielt Offredi die Seinen im Spiel: D'Orazio erneut mit dem gefährlichen Ball an den Fünfmeterraum, wo Baclet am höchsten stieg und auf den Kasten von Offredi köpfte. Der Schlussmann der Weiß-Roten reagierte jedoch glänzend und kratzte den Ball aus dem linken unteren Toreck.
Die Weiß-Roten bissen in der Nachspielzeit auf die Zähne und hauten jeden Ball raus, der ihnen zwischen die Füße kam. Als sich alle bereits auf eine Verlängerung eingestellt hatten, gab es in der 94. Minute noch einen letzten Eckstoß – den mittlerweile zehnten (!) in diesen zweiten 45 Minuten – für Cosenza, den Loviso in die Mitte brachte. Frascatore, entscheidend von Baclet bedrängt, köpfte das Leder unglücklich an Offredi vorbei zum 0:2 in die eigenen Maschen, das das Weiterkommen von Cosenza besiegelte.
Die Mannschaft von Braglia zieht also – nach dieser sehr starken zweiten Hälfte durchaus verdient – ins Finale ein, doch dieser FC Südtirol hat sich nicht anderes als Applaus und Bewunderung für eine wirklich herausragende, begeisternde und erinnerungswürdige Saison verdient.

COSENZA - FC SÜDTIROL 2:0 (0:0)
COSENZA (3-5-2): Saracco; Idda, Pascali, Pasqualoni (57. Baclet); Corsi, Bruccini, Palmiero (62. Loviso), Mungo, D’Orazio; Okereke, Tutino
Auf der Ersatzbank: Zommers, Ramos, Perez, Boniotti, Trovato, Calamai, T. Braglia
Trainer: Piero Braglia
FC SÜDTIROL (3-5-2): Offredi; Erlic, Frascatore, Vinetot; Tait, Broh, Berardocco, Fink (67. Smith), Zanchi; Costantino (54. Candellone), Gyasi
Auf der Ersatzbank: D'Egidio, Bertoni, Cia, Baldan, Boccalari, Oneto, Gatto, Heatley Flores, Berardi, Roma
Trainer: Paolo Zanetti
SCHIEDSRICHTER: Manuel Volpi aus Arezzo (Die Assistenten: Bercigli und Li Volsi. Vierter Offizieller: Camplone)
TORE: 1:0 Baclet (69.), 2:0 Eigentor Frascatore (90. + 4)
ANMERKUNGEN: sommerlicher Abend, 17.461 zahlende Zuschauer (179.200 Euro an Einnahmen).
Gelbe Karten: Pascali (40., COS), Candellone (59., FCS), Vinetot (90. + 3, FCS)
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COSENZA – FC SÜDTIROL: HIER SEHEN SIE DAS SPIEL

COSENZA – FC SÜDTIROL: HIER SEHEN SIE DAS SPIEL

09.06.2018 - Am Sonntag, 10. Juni trifft der FC Südtirol um 20.30 Uhr auswärts auf Cosenza. Das Match um den Einzug ins Finale der Play offs wird live auf Rai Sport übertragen. In der Folge eine Liste mit Bars/Kaffes, in welchen das Match übertragen wird:

Bar Torre (Sassari Straße)
Bar Peter (St.-Vigil-Straße
Bar Romagnolo (Matteotti Platz)
Bar Luciano (Sassari Straße)
Bar Ennesimo (Mailand Straße)
Bar Pia
New Bar (Claudia Augusta Straße)
Cafe Pennini (Reschen Straße)
L’Italissimo (Twenty)
Bistró Lido (Trieststraße)
Walther´s
Four Points by Sheraton (Bruno Buozzi Straße)
Millander Hof (Milland)
Pub Zum Hirschen (Naturns)
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AM SONNTAG GEHT'S IN COSENZA UM DEN FINALEINZUG

AM SONNTAG GEHT'S IN COSENZA UM DEN FINALEINZUG

08.06.2018 - Das Rückspiel des Halbfinalspiels der Play offs zwischen Cosenza und dem FC Südtirol wird nichts für schwache Nerven. Nach dem Heimsieg im Drusus-Stadion von Bozen am Mittwoch liegt der FC Südtirol in Front und wäre mit einem Remis oder Auswärtssieg im Finale um den Aufstieg in die Serie B. Doch es wird kein leichtes Unterfangen, zumal im ausverkauften „Gigi Marulla“ Stadion 20.000 Fans Cosenza ins Finale bringen wollen.
Dank des Last-Minute Treffers von Michael Cia hat sich der FC Südtirol eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Das Rückspiel findet am Sonntag, 10. Juni um 20.30 Uhr im Stadion von Cosenza statt. Das Match wird live auf Raisport übertragen.
Auswärts hat der FC Südtirol seit Anfang April kein Spiel mehr verloren. Genauer gesagt am Ostermontag, als die Weißroten in Reggio Emilia Reggiana mit 2:1 unterlagen. Zudem sind sich Fink & Co. nunmehr seit 7 Spielen ungeschlagen. Sechs Siege fuhren die Jungs in diesen Begegnungen ein. Beim 1:0 Sieg von Mittwoch feierte Torhüter Offredi zudem seine 18. Partie ohne Gegentreffer im 37 Match dieser Saison. Ein Wahnsinnswert.

DAS REGLEMENT.
Bei Toregleichheit nach den beiden Spielen wird eine Nachspielzeit ausgetragen. (2x 15 Minuten). Sollte in diesen 30 Minuten keine Mannschaft den spielentscheidenden Treffer erzielen, kommt es zum Elfmeterschießen. Dieser Fall trifft nur dann ein, wenn Cosenza mit einem Tor Unterschied das Spiel gewinnt. 1:0, 2:1, 3:2, 4:3 usw. Die Auswärtstorregel, wie wir sie beispielsweise aus der Championsleague kennen, wird nicht angewandt. Auswärtstreffer zählen nicht doppelt.

IM FELD.
In Cosenza muss Coach Paolo Zanetti auf den Innenverteidiger Filippo Sgarbi verzichten. Er wurde im Hinspiel verwarnt und muss deshalb gesperrt passen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Cess, Berardocco und Gyasi. Bei Cosenza ist Angreifer Baclet wieder mit dabei; gesperrt zuschauen muss der Innenverteidiger Dermaku, für ihn gilt das gleiche wie für Sgarbi. Auch Camigliano wird nicht spielen. Er wurde am Mittwoch nach 6 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt und ist am Sonntag nicht fit. Beim FCS sind Vinetot, Berardocco, Smith, Candellone, Costantino und Gyasi gelb vorbelastet. Gegner Cosenza hat 10 Spieler, die bereits eine gelbe Karte sahen und in einem eventuellen Finale fehlen würden: Saracco, Zommers, Pascali, Idda, D’Orazio, Bruccini, Mungo, Pamiero, Okereke und Tutino.

DAS SAGT COACH ZANETTI.
„Am Sonntag werden wir in einem ausverkauften Stadion spielen, mit heißblütigen Fans, Serie A-Stimmung und einem starken Gegner. Doch das macht uns keine Angst. Im Gegenteil, das Ambiente wird uns pushen und wir werden versuchen den Traum weiterzuleben. In Cosenza werden wir unser Spiel durchziehen und mit Herz, Verstand und Einsatz versuchen, den Vorsprung welchen wir uns im Hinspiel erarbeitet haben, zu verteidigen. Das Fehlen von Sgarbi und der mögliche Forfait der verletzten Spieler? Das gehört zum Fußball. Natürlich könnten einige Spieler fehlen, doch wir haben es am Mittwoch bei Cia gesehen. Michael spielte in den letzten Wochen nicht sehr viel, war aber immer voll bei der Sache und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So ist es auch bei den anderen Spielern. Unsere Stärke war immer schon die Gruppe und der Zusammenhalt im Team. Jeder hat in dieser Saison schon gezeigt, dass wir ihn brauchen und dass wir ihm unser Vertrauen schenken können.“

DER SCHIEDSRICHTER.
Manuel Volpi aus Arezzo (Bercigli-Li Volsi)

SERIE C – PLAY OFF HALBFINALSPIELE (RÜCKSPIEL, 10.06.2018 – 20.30 Uhr)
COSENZA – FC SÜDTIROL (0-1) *live auf Raisport
CATANIA – SIENA (0-1)
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FILIPPO SGARBI für ein Spiel gesperrt

FILIPPO SGARBI für ein Spiel gesperrt

07.06.2018 - Das Sportgericht der Lega Pro hat Filippo Sgarbi für ein Spiel gesperrt.
Aus diesem Grund wird Filippo Sgarbi am kommenden Sonntag 10. Juni 2018 im Halbfinal-Rückspiel des Playoffs in Cosenza nicht mit von der Partie sein.
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FCS - COSENZA: TICKETS GIBTS HIER

FCS - COSENZA: TICKETS GIBTS HIER

06.06.2018 - Der FC Südtirol teilt mit, dass der Vorverkauf der Tickets auch heute fortgeführt wird. Eintrittskarten für das Match gegen Cosenza (Anpfiff 20 Uhr) gibt es online, in ausgewählten Sparkasse Filialen und im Drusus-Stadion von Bozen von 12 bis 14 Uhr.

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PLAYOFF-HALBFINALE: DER ERSTE AKT GEHT MIT 1:0 AN DEN FC SÜDTIROL

PLAYOFF-HALBFINALE: DER ERSTE AKT GEHT MIT 1:0 AN DEN FC SÜDTIROL

06.06.2018 - Im Halbfinal-Hinspiel der Play-Offs der Serie C – unter den Flutlichtern eines restlos ausverkauften Drususstadions – setzt der FC Südtirol seinen enormen Kampfgeist und Siegeswillen erneut unter Beweis und gewinnt dank eines späten Treffers von Michael Cia in der ersten Minute der Nachspielzeit mit 1:0 gegen Cosenza. Am Sonntag reicht den Weiß-Roten im Rückspiel in Kalabrien bereits ein Unentschieden, um in das Endspiel von Pescara einzuziehen, wo es dann um den Aufstieg in die Serie B gehen würde.

MATCH PREVIEW.
Nachdem man im Viertelfinale Viterbese ausgeschaltet hat (dank einem 2:2-Unentschieden auswärts und einem souveränen 2:0-Sieg zuhause am vergangenen Sonntag), trifft der FC Südtirol von Mister Zanetti unter den Flutlichtern des heimischen Drususstadion im Halbfinal-Hinspiel auf Cosenza, das im Viertelfinale durch zwei Siege (2:1 zuhause und 2:0 in San Benedetto del Tronto) Sambenedettese eliminieren konnte.
Zwischen Regular Season und Play-Offs hat der FCS zuhause zur zwei von 18 Spielen verloren (gegen Bassano und Gubbio), darüber hinaus gab es ganze zehn Siege und sechs Remis.
Ebenfalls Regular Season und Play-Off übergreifend sind die Weiß-Roten seit sechs Spielen ungeschlagen – man feierte fünf Siege und holte ein Unentschieden.
Cosenza hingegen hat bereits sechs Play-Off-Spiele bestritten. In der ersten Runde (nur ein Spiel) schlug man im heimischen Stadion Sicula Leonzio mit 2:1. In Runde 2 (ebenso nur ein Spiel) holte man – ebenso zuhause – ein 1:1 gegen Casertana, das aufgrund der besseren Platzierung nach der Regular Season bereits für den Einzug in die nächste Runde reichte. Im Achtelfinale traf Cosenza auf Trapani, gegen das man sowohl das Hin- (zuhause, 2:1), als auch Rückspiel (auswärts in Sizilien, 2:0) gewinnen konnte. Wie bereits erwähnt gab es im Viertelfinale gegen Sambenedettese ebenfalls zwei Siege.
Gegen die “Lupi” aus Kalabrien muss Mister Zanetti auf die verletzten Gyasi (Knöchelverletzung), Berardocco (Muskelzerrung beim Abschlusstraining) und Cess (Muskelverletzung) verzichten. In der Spielmacher-Position spielt anstelle von Berardocco Broh, Smith rückt deshalb auf dessen Position in die Startelf. Im Angriff hingegen stürmt Candellone an der Seite von Bomber Costantino. Neben den verletzten Gyasi und Berardocco laufen fünf Spieler Gefahr, für das Rückspiel gelbgesperrt zu sein: Vinetot, Sgarbi, Smith, Costantino und Candellone.

LIVE MATCH.
Das Late-Night-Match im vollgepackten Drususstadion (restlos ausverkauft) begann mit einer Hiobsbotschaft für die Gäste, die bereits in der 3. Minute verletzungsbedingt einen Wechsel tätigen mussten. Für Camigliano (anscheinend erlitt er eine Muskelverletzung) kam der 37-jährige Pascali in der Dreierkette.
Die erste nennenswerte Möglichkeit der Partie kam erst in der 17. Minute, als Costantino mit dem Ball am Fuß Richtung Mitte zog und aus 25 Metern einen Rechtsschuss abfeuerte, der jedoch deutlich am Tor vorbeiging.
Cosenza verhielt sich in der Anfangsphase sehr vorsichtig, der FCS war ein wenig engagierter, hatte aber Mühe, sich konkrete Chancen zu erspielen.
In Minute 28 dann wieder der FCS: Erlic fing im Mittelfeld einen Pass ab und spielte auf Smith, der wiederum quer zu Fink legte. Der Kapitän der Weiß-Roten spielte einen grandiosen Lochpass auf Costantino, der im Sechzehner von Corsi stark bedrängt wurde und zu Boden ging. Der Schiedsrichter entschied aber – nach Anzeige des Assistenten – auf eine Abseitsposition des Bombers der Hausherren.
Zehn Minuten später kam Cosenza – das nun nach an nach an Boden gewann – zu seiner ersten guten Chance: Ein gefährlicher D'Orazio-Eckball kam in die Mitte, wo Pascali aus guter Position zum Kopfball ansetzte – Tait jedoch klärte mit seinem Oberkörper.
Kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal die Weiß-Roten: Tait mit der Flanke von rechts an den ersten Pfosten, wo Candellone zwar zum Kopfball kam, aufgrund des spitzen Winkels aber nicht das Tor von Saracco traf.
Nach drei Minuten Nachspielzeit ging eine an Emotionen und Torchancen arme erste Halbzeit zu Ende. Mit einem torlosen Unentschieden schritten die beiden Teams folgerichtig in die Kabinen.

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es in die zweiten 45 Minuten. Ebenfalls unverändert blieb zunächst die nur dürftig unterhaltsame Partie. In der 51. Minute kassierte Sgarbi aufgrund eines überharten – und auch etwas unnötigen – Einsteigens die gelbe Karten. Er fällt somit im Rückspiel in Cosenza aus.
Die erste gute Chance der zweiten Halbzeit gehörte den Hausherren: Broh zündete in Spielminute 54 den Turbo und lief auf der linken Seite allen davon. Er servierte in der Mitte gekonnt Costantino, der sich ein wenig Platz zum Abschluss verschaffte, sein Rechtsschuss jedoch fiel zu schwach aus – kein Problem für Saracco.
Nur einige Minuten später brannte es ein wenig im Strafraum der Gastgeber, als Corsi einen Eckball in die Mitte brachte und die Hintermannschaft der Weiß-Roten sich nicht richtig befreien konnte. Mungo kam angelaufen, traf jedoch mit seinem Direktschuss nicht den Kasten von Offredi.
In der 71. Minute dann die Doppelchance für Cosenza, zweimal reagierte Offredi herausragend: Zuerst parierte er einen Schuss von Corsi aus 25 Metern Entfernung, nach dem anschließenden Eckball war er bei einem Kopfball von Okereke aus unmittelbarer Distanz zur Stelle.
Mister Zanetti versuchte, zu reagieren und frischen Wind in die Partie zu bringen – er brachte auf der Spielmacher-Position Bertoni für Smith und im Angriff Heatley Flores für Candellone.
Als sich alle im Drususstadion mit dem torlosen Unentschieden abgefunden hatten, weil auch die Schlussphase eindeutig darauf hindeutete, kam der FC Südtirol doch noch zum späten 1:0: Der sehr gut aufgelegte Broh schlug heute in der 91. Minute von rechts noch einmal eine Flanke in die Mitte, wo er Cia fand. Letzterer schloss ab, Saracco hielt per Reflex aber zunächst herausragend. Nach einem Getümmel im Fünfer kam das Spielgerät wieder zurück zu Cia, der sich diese Chance zum Siegtreffer für die Weiß-Roten dieses Mal nicht nehmen ließ und zum 1:0 einschob. Das Drususstadion stand Kopf, der Jubel der heimischen Fans kannte keine Grenzen mehr.
Dann passierte nicht mehr viel, nach weiteren zwei Minuten Nachspielzeit pfiff Schiri Braglia die Partie ab.
Der FC Südtirol sicherte sich dank eines späten Treffers von Michael Cia den ersten Akt des Play-Off-Halbfinals mit 1:0 gegen Cosenza.

FC SÜDTIROL - COSENZA 1:0 (0:0)
FC SÜDTIROL (3-5-2): Offredi; Erlic, Sgarbi, Vinetot; Tait, Smith (73. Bertoni), Broh, Fink (61. Cia), Frascatore (86. Zanchi); Costantino, Candellone (74. Heatley Flores)
Auf der Ersatzbank: D'Egidio, Weiss, Baldan, Boccalari, Oneto, Gatto, Berardi, Roma
Trainer: Paolo Zanetti
COSENZA (3-5-2): Saracco; Idda, Dermaku, Camigliano (3. Pascali); Corsi, Bruccini, Palmiero, Mungo (72. Calamai), D’Orazio; Okereke, Tutino (72. Perez)
Auf der Ersatzbank: Zommers, Ramos, Pasqualoni, Boniotti, Trovato, Loviso, Braglia
Trainer: Piero Braglia
SCHIEDSRICHTER: Federico Dionisi aus L’Aquila (Linienrichter: Lorenzo Abagnara aus Nocera Inferiore und Pierluigi aus Vecchia di Avellino. Vierter Offizieller: Daniele Viotti aus Tivoli)
TOR: 1:0 Cia (90. + 1)
ANMERKUNGEN: Sommerlicher, leicht windiger Abend.
Gelbe Karten: Sgarbi (51., FCS), Dermaku (73., COS)
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So, 25. November 2018 - 14:30
 
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