12.09.2019
Ein Wiedersehen mit Mattia Marchi und Gabriel Lunetta
Reggio Audace, von den Fans immer noch mit dem traditionellen Namen „Reggiana“ genannt, musste im Sommer 2018 Insolvenz anmelden und stieg somit zwangsmäßig in die Serie D ab. Trotz der Niederlage im Playoff-Finale, wurde der ‘Regia’ im Sommer am grünen Tisch das Recht an der Serie C-Meisterschaft 2019/20 teilzunehmen gewährt. Reggiana ist somit nach nur einer Serie D-Saison ins Profigeschäft zurückgekehrt.

Reggiana nahm insgesamt an sieben Serie A-Meisterschaften teil. Die erste Teilnahme geht auf die Saison 1920/21 zurück, als Italiens höchste Spielklasse noch in mehreren Kreisen ausgetragen wurde. Das erste Mal in der Serie A, wie wir sie heute kennen, ist hingegen auf die Saison 1993/94 zurückzuführen und wird mit den Spielern Paulo Futre, Michele Padovano, Massimiliano Esposito, Gigi De Agostini und Goalie Cláudio Taffarel (am Ende der Saison Weltmeister mit Brasilien) assoziiert.

Die letzte Serie A-Teilnahme (1996/97) verdankt Reggiana einen damals noch jungen und unerfahrenen Coach. Es war nämlich ein erst 37 Jahre alter Carlo Ancelotti, der den Club ein zuvor von der Serie B in die italienische Elite zurückführte. Auch sein Nachfolger war einer, der in Europa jedem Fußballfan bekannt ist: der Rumäne Mircea Lucescu, 2009 Europa League-Gewinner mit Shakthar Donetsk.

Der letzte Präsident vor der Insolvenzanmeldung im Jahr 2018 war Mike Piazza. Der ehemalige Catcher der Los Angeles Dogers und New York Mets übernahm den Verein zwei Jahre zuvor. Im selben Jahr wurde er in die US-amerikanische Baseball Hall of Fame gewählt.

In der diesjährigen Saison wird Reggiana von Massimiliano Alvini, zuletzt auf der Trainerbank von Albinoleffe, gecoacht. Ähnlich wie der FC Südtirol, spielen auch die „Granata“ vorwiegend mit einem 4-3-1-2-Spielsystem. Dank der Siege gegen Feralpisalò (4-1) und Ravenna (1-2) und des Unentschiedens gegen Imolese (2-2) ist Reggiana mit sieben Punkten aktueller Tabellenzweiter der Gruppe B.

Kapitän und Aushängeschild des Teams ist Innenverteidiger Alessandro Spanò, der mittlerweile seine sechste Saison im Reggiana-Dress bestreitet. Was den Sturm anbelangt, finden wir mit Mattia Marchi und Gabriel Lunetta zwei ehemalige FCSler im Kader wieder. Marchi war von Januar 2010 bis Juni 2011 für den FC Südtirol im Einsatz. Es war sein 1 zu 0-Siegreffer gegen Valenzana, der den historischen Aufstieg in die Serie C1 unter Dach und Fach brachte. Lunetta konnte hingegen in der letztjährigen Rückrunde im FCS-Dress 13 Spiele und vier Treffer verbuchen.


Der FCS empfängt die „neue“ Reggiana
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