06.10.2019
Die Weiß-Roten schlagen Modena in hochklassigen 90 Minuten mit 4:3
Der FC Südtirol weiß weiterhin zu überzeugen und vollbringt nach einer hochklassigen Partie im heimischen Drusus-Stadion gegen Modena einen doppelten Viererpack: Zum Einen steht ein 4:3-Erfolg zu Buche, zum Anderen der vierte Sieg in Folge für die Elf von Mister Stefano Vecchi. Fulminant vor allem neun Minuten in der ersten Halbzeit, in denen die Gäste zwei Mal in Führung gehen und beide Male innerhalb von rund zwei Minuten von den Weiß-Roten wieder eingeholt werden: In der 15. Spielminute eröffnet Bearzotti den Torreigen, Morosini glich per Traum-Freistoß in der 17. Minute aus. Modena geht durch De Grazia (21.) erneut in Führung, Casiraghi antwortet für die Weiß-Roten (24.). Doch auch die zweite Hälfte weiß zu überzeugen: Morosini bringt den FCS zum ersten Mal in Front (69.), Mazzocchi erhöht wenig später auf 4:2 (74.). In der Schlussphase macht es Rossetti mit seinem Anschlusstreffer noch einmal spannend (89.), doch die Weiß-Roten verwalten den knappen Vorsprung geschickt.

MATCH PREVIEW.

Mister Stefano Vecchi vertraute auf sein klassisches 4-3-1-2: Cucchietti stand wie gewohnt zwischen den Pfosten, Fabbri, Polak, Vinetot und Davi bildeten die Viererkette. Berardocco, Morosini und Tait spielten im Mittelfeld hinter Zehner Casiraghi. Das Sturmduo bildeten Petrella und Mazzocchi. Ierardi und Crocchianti mussten aufgrund ihrer Verletzungen pausieren, Turchetta war rot-gesperrt.
Mauro Zironelli schickte die Gäste mit einem 3-5-2 aufs Feld: Cagno stand im Tor, Cargnelutti, Perna und Zaro bildeten die Dreier-Abwehrkette. Bearzotti, Boscolo Papo, Laurenti, De Grazie und Davì spielten im Fünfer-Mittelfeld, Ferrario und Spagnoli im Sturm.

LIVE MATCH.
Erste nennenswerte Möglichkeit für die Gäste aus Modena in Spielminute 7: Spagnoli legte auf Ferrario ab, der aus rund 18 Metern abschloss – Cucchietti hielt aber sicher.
Zwei Minuten später erneut die Gäste: Nach einem Freistoß für Modena an der rechten Grundlinie kam es zu einem Getümmel im Strafraum der Weiß-Roten. Das Kunstleder landete schließlich bei Laurenti, der – etwas aus dem Gleichgewicht gebracht – abzog. Cucchietti hielt im Nachfassen (9.).
Die erste gute Chance für den FCS kam in der 12. Minute: Casiraghi mit dem feinen hohen Pass von rechts in den Strafraum zu Morosini, der aus halblinker Position volley abzog – knapp links vorbei.
Drei Minuten später ging Modena in Führung, das in dieser Anfangsphase mehr fürs Spiel tat: Davì mit der Ablage auf Ferrario, im Anschluss der kluge Pass auf Bearzotti, der aus linker Position Cucchietti mit einem Diagonalschuss ins rechte untere Eck überwand. Es war der erste Gegentreffer für die Weiß-Roten nach 316 Minuten weißer Weste (15.).
Doch nicht einmal 120 Sekunden später kam der FCS zum Ausgleich: Die Hausherren bekamen zurecht einen Freistoß gut 25 Meter vor dem Tor der Gäste zugesprochen. Morosini trat an und versenkte das Spielgerät unnachahmlich genau im rechten Kreuzeck. Cagno war ohne Abwehrmöglichkeit (17.).
Und die Weiß-Roten legten nach: Mit dem ersten Eckball von der rechten Seite wurde Berardocco angespielt, der außerhalb des Sechzehners lauerte. Er kontrollierte den Ball kurz und hielt im Anschluss voll drauf, Cagno war aber mit einer herausragenden Parade zur Stelle (19.).
Modena zeigte sich aber keineswegs vom Ausgleich der Weiß-Roten und der guten Chance im Anschluss beeindruckt – im Gegenteil: die Gäste gingen kurz darauf mit 1:2 erneut in Führung. Freistoß vom rechten Strafraumeck des FCS nach Foul von Vinetot, Boscopo Papo brachte eine gefühlvolle Flanke in den Sechzehner. Am zweiten Pfosten stand De Grazia goldrichtig und überwand Cucchietti mit einem Linksschuss (21.).
Es sollte im Minutentakt spektakulär weitergehen, denn erneut antworteten die Weiß-Roten nach nur rund 120 Sekunden auf einen Rückstand mit dem postwendenden Ausgleich: Casiraghi wurde auf rechts von Petrella freigespielt, drang in den Modena-Strafraum ein und bezwang Cagno mit einem präzisen Diagonalschuss ins lange linke Eck. 2:2 (24.).
Den furiosen neun Minuten mit vier Treffern folgte eine Phase, in der die Partie ein wenig abflachte – so gab es vor der Halbzeitpause keine nennenswerten Torraumszenen mehr, trotzdem bot das Spiel weiterhin einen recht hohen Rhythmus. Nach 45 unterhaltsamen Minuten ging es somit mit dem 2:2 in die Kabinen.

Beide Teams gingen unverändert in die zweite Hälfte, dieses Mal waren es die Weiß-Roten, die stärker aus den Katakomben kamen: nur 30 Sekunden nach einer herausragenden Freistoß-Variante, die mit dem verunglückten Abschluss von Petrella und einer Abseitsposition desselben endete, spielte Mazzocchi einen guten Lochpass auf die mitgestartete Nummer 11 des FCS, die in den Strafraum eindrang, mit einem Haken einen Verfolger abschüttelte und unter Bedrängnis abschloss. Cagno war aber rechtzeitig unten und parierte im Nachfassen (47.).
Es folgte erneut eine Phase ohne nennenswerte Vorstöße, die in Spielminute 64 endete: Fabbri mit der Flanke von rechts auf den Kopf von Mazzocchi, der das Leder aber nicht richtig traf und deshalb seinen Versuch seitlich vorbeilegte.
Die Weiß-Roten blieben dran und gingen fünf Minuten später zum ersten Mal an diesem Nachmittag in Führung: Petrella mit dem herausragenden Zuspiel auf Morosini, der auf der linken Seite in den Strafraum vorstieß und aus vollem Lauf mit rechts in die Maschen traf (69.) – 3:2.
Der Trainer der Gäste. Mauro Zironelli, versuchte, mit einem dreifachen Wechsel in Spielminute 71 auf den Rückstand zu reagieren, doch Tait und Co. erhöhten kurze Zeit später auf 4:2 – Mazzocchi eroberte einen Ball in der gegnerischen Gefahrenzone, drehte sich gekonnt und bezwang Cagno mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze (74.).
Im Anschluss wurde bei den Weiß-Roten drei Mal gewechselt: Petrella, Morosini und Mazzocchi durften runter, für sie kamen Gatto, Trovade und Romero.
Doch die Schlussphase wurde noch einmal spannend, denn Modena kam wie aus dem Nichts in der 89. Minute zum Anschlusstreffer: Nach einem Pfostentreffer von Pezzella blieb die Aktion am Leben und Rossetti traf zum 3:4.

Doch der FC Südtirol brachte seinen hauchdünnen Vorsprung über die fünfminütige Nachspielzeit und sicherte sich somit den 4:3-Heimerfolg über Modena. Es ist der vierte Sieg in Folge für die Mannen von Mister Vecchi, die somit auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Bereits am Mittwoch, den 9. Oktober, treffen die Weiß-Roten im Italienpokal der Serie C zuhause auf FeralpiSalò.


FC SÜDTIROL - MODENA 4:3 (2:2)
FC SÜDTIROL (4-3-1-2):
Cucchietti; Fabbri, Polak, Vinetot, Davi; Berardocco, Morosini (87. Trovade), Tait; Casiraghi (62. Rover); Petrella (80. Gatto), Mazzocchi (87. Romero)
Auf der Ersatzbank: Taliento, Grbic, Gabrieli, Fink, Bertuolo, Alari
Trainer: Stefano Vecchi
MODENA (3-5-2): Cagno; Cargnelutti (56. Politti), Perna, Zaro; Bearzotti (71. Varutti), Boscolo Papo, Laurenti, De Grazia (56. Pezzella), Davì (71. Soudinha); Ferrario (71. Rossetti), Spagnoli
Auf der Ersatzbank: Pacini, Tulissi, Ingegneri, Rabiu, Stefenelli, Mattioli, Duca
Trainer: Mauro Zironelli
SCHIEDSRICHTER: Eugenio Scarpa aus Collegno (Die Assistenten: Giuseppe Pellino aus Frattamaggiore und Fabio Mattia Festa aus Avellino)
TORE: 0:1 Bearzotti (15.), 1:1 Morosini (17.), 1:2 De Grazia (21.), 2:2 Casiraghi (24.); 3:2 Morosini (69.), 4:2 Mazzocchi (74.), 4:3 Rossetti (89.)
ANMERKUNGEN: bewölkter, bedeckter Himmel, herbstliche Temperaturen. Vor Anpfiff legt FCS-Kapitän Fabian Tait einen Blumenkranz im Gedenken an den kürzlich verstorbenen FCS-Fan Lukas Hinrichs vor die heimische Fankurve. Anschließende Gedenkminute für Giorgio Squinzi, dem Präsidenten von Sassuolo.
Gelbe Karten: Vinetot (FCS, 20.), Tait (FCS, 43.), Boscolo Papo (M, 46.), Berardocco (FCS, 80.), Rossetti (M, 87.), Soudinha (M, 88.), Trovade (FCS, 90. + 2), Zaro (M, 90. + 2).
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