09.12.2020
Der Trainer der U16 Lega Pro im Gespräch
Coach Mohamed Hilmi ist in den Reihen des FC Südtirol längst kein Neuling mehr. Der junge Übungsleiter startete in diesem Sommer in seine dritte Saison im weißroten Jugendsektor und dabei erstmals die U16 Lega Pro.

Beginnen wir mit einer einfachen Frage: Woher kommt Ihre Begeisterung für diesen Sport?
„Die Leidenschaft für den Fußball wurde mir förmlich in die Wiege gelegt. In meiner Familie leben wir für unseren geliebten Sport. Meine Begeisterung brachte mich dazu, ständig neue Konzepte zu studieren und umzusetzen.“

Wie begann Ihre Karriere an der Seitenlinie?
„Fußballerisch großgeworden bin ich in einem Verein in der Provinz Brescia. Bereits als ich selbst noch spielte wurde mir klar, dass ich mich früher oder später als Trainer versuchen möchte. Die konkrete Gelegenheit ergab sich, als ich einen Anruf meines ehemaligen Konditionstrainers erhielt. Er wusste, dass ich nachmittags immer verfügbar war und bat mich darum, ihm bei einigen Tests zu helfen. Mir gefiel der Job und deshalb fragte ich den Verein, ob ich ihm irgendwo als technischer Mitarbeiter behilflich sein konnte. Bereits nach wenigen Wochen ergab sich die Möglichkeit, als Assistenzcoach in einer Jugendmannschaft der Academy Castenedolese einzusteigen.“

Wie kam es zum Trainerjob beim FC Südtirol?
„Vor rund drei Jahren erhielt ich einen Anruf von Salvatore Leotta, der mich darum bat, ihm bei einem Alperia Junior Camp im Trentino zu unterstützen. Nach der gemeinsamen Campwoche setzte er mich mit Dino Ciresa, dem Verantwortlichen der Basisaktivität des FCS in Kontakt, um den Beginn einer Zusammenarbeit zu besprechen.“

Wie gefällt Ihnen die Arbeit im Jugendsektor?

„Es bereitet mir große Freude, mit meinen Jungs auf dem Spielfeld zu arbeiten. Die Mannschaft ist motiviert, verantwortlich und hat kaum Schwierigkeiten, neue Konzepte aufzunehmen. Auf der anderen Seite bin ich mir sehr wohl bewusst, welche große Verantwortung wir Trainer tragen. Es ist ausschlaggebend, mit einem guten Beispiel voraus zu gehen und ein positives Vorbild zu sein. Denn wir müssen die Jungs nicht nur auf technischer, sondern auch auf charakterlicher Ebene fördern.“

Auf welche Art versuchen Sie dieser Rolle gerecht zu werden?
„Ich versuche ein offenes Verhältnis zu den Jungs aufzubauen und sage ihnen stets die wie die Dinge stehen. Der Dialog ist ausschlaggebend um das Vertrauen des Teams zu gewinnen. Die Meinungen, Erwartungen oder auch Probleme der Jungs sind für mich von großer Bedeutung.“

Gib es einen Kredo, den Sie Ihrem Team übermitteln wollen?
„Ich wiederhole immer wieder, dass man im Fußball sowie im Leben nur durch harte Arbeit, Konstanz, Leidenschaft und Opferbereitschaft seine Ziele erreicht. Und auch wenn man all das auf den Tisch legt, ist einem der Erfolg nicht zugesichert. Doch man muss es versuchen. Hindernisse und schwierige Momente wird es immer geben. Diese zu überwinden, macht einen erst richtig stark. Der Erfolg im Sport ist eine Kombination aus Mentalität und Entscheidungen. Ein gesunder Lebensstil und kritisches Denken verhelfen einem dabei, den eigenen Weg zu finden.“

Werte an die Sie fest glauben?

„Wir sind nicht nur Trainer, sondern gleichzeitig auch Erzieher. Es ist unsere Pflicht, den Jungs die wahren Werte des Sports zu übermitteln.“

Wir befinden uns zurzeit in einer schwierigen Phase. Wie geht man im Fußball damit um?
„Es ist kein einfacher Moment, für keinen von uns. Jetzt mehr denn je müssen wir den Jungs beibringen, wie man mit schwierigen Situationen umgeht. In solchen Situationen braucht man Disziplin und Verantwortungsbewusstsein, denn nur so schützt man die Mitmenschen und sich selbst.“

Wie schafft man es, auch in dieser Zeit die Stimmung im Team hochzuhalten?
„In gewisser Weise schweißt eine solche Situation die Mannschaft noch enger zusammen, da die Jungs Informationen sowie eigene Erfahrungen miteinander teilen. Man muss die ganze Sache positiv angehen und sich damit abfinden, dass uns zurzeit nicht alles gestattet ist. Doch unser Team besteht aus reifen Jungs, die sich verantwortungsvoll verhalten und mit Zuversicht auf die Wiederaufnahme der Tätigkeit blicken.“

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