10.02.2024
Im Rahmen des 24. Spieltags zeigen die Weißroten von Mister Valente zwar eine überzeugende Leistung, werden aber von einzelnen Episoden bestraft: am Ende steht ein 0:3, mit zwei späten Gegentoren in Unterzahl
Der FC Südtirol muss sich im Heimspiel dem Tabellenvierten Venezia FC mit 0:3 (0:1) beugen. Im Rahmen des 24. Spieltags, des fünften der Rückrunde der Serie BKT 2023/24, zeigen die Mannen unter der Leitung von Mister Federico Valente zwar eine über weite Strecken durchaus überzeugende Leistung, werden durch einige einzelne Episoden allerdings bestraft: der FCS startet eigentlich gut in die Partie, muss mit der ersten Offensivaktion der Gäste jedoch sogleich das 0:1 hinnehmen: Pohjanpalo trifft in Minute 12 nach Zampano-Flanke von links volley zur Führung für die Arancioneroverdi – die Weißroten erhöhen gegen Ende von Halbzeit eins den Druck und bleiben auch nach dem Seitenwechsel die spielbestimmende Mannschaft, kommen in dieser überlegenen Phase jedoch nicht zum Ausgleich. In Spielminute 75 finden sich die Hausherren dann in Unterzahl wieder, Masiello wird aufgrund einer unangebrachten wie überhasteten zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen. Der FC Südtirol ist auch weiterhin nicht die schlechtere Mannschaft auf dem Platz, wird jedoch in seiner besten Phase mit dem 0:2 eiskalt erwischt: nach einem Konter hat Ellertsson freie Bahn und legt alleine vor Poluzzi auf links zum mitgelaufenen Zampano, der zur Vorentscheidung trifft (81.). In der dritten Minute der Nachspielzeit markiert Pohjanpalo dann den 0:3-Endstand.

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Die Gastgeber beginnen überzeugend, mit ihrer ersten wahren Offensivaktion gehen allerdings die Gäste sofort in Führung: Haps spielt auf links steil zu Zampano, der einen weichen Ball ins Zentrum legt, wo Pohjanpalo volley mit links abzieht und zum 0:1 trifft – Poluzzi hat zwar die Finger noch dran, sieht das Leder aber (zu) spät (12.). Die Weißroten wirken für kurze Zeit nach dem Gegentor ein wenig angeknockt, Pohjanpalo kontrolliert in der FCS-Hälfte einen hohen Ball und spielt mit dem zweiten Kontakt einen starken Lochpass auf den eingelaufenen Bjarkason, der in die Box der Gastgeber eindringt und aus guter Position zu hoch ansetzt (21.). Drei Minuten später klärt die FCS-Hintermannschaft etwas zu kurz, Sverko mit seinem linken Außenrist zum Abschluss – Poluzzi wehrt den Aufsetzer zur Ecke ab. Diese wird erneut etwas kurz abgewehrt, sodass Pohjanpalo auf der Höhe des zweiten Pfostens zum Abschluss kommt – sein Schlenzer geht knapp am rechten Kreuzeck vorbei (24.). Dann aber die Hausherren mit einer Reaktion: Davi wechselt mit einem hohen Ball die Seite auf Ciervo, dieser kontrolliert das Zuspiel und zieht wuchtig ab – Joronen ist zur Stelle (26.). Die Weißroten bleiben dran, Merkaj setzt Svoboda als letzten Mann unter Druck und luchst ihm beinahe das Spielgerät an dessen Strafraumgrenze ab: der FCS-Stürmer geht zu Boden, Minelli lässt weiterlaufen und auch der VAR meldet sich nicht (38.). Kurze Zeit später versucht es Pecorino links in der Box, sein Schuss endet in den Armen von Joronen (41.), ehe Svoboda einen Tait-Abschluss nach Merkaj-Zuspiel zur Ecke abwehrt (44.).

Ohne personelle Wechsel geht es in Hälfte zwei: nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Gastgeber legt Pohjanpalo seinen Abschluss und damit die erste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel knapp rechts vorbei (53.). Dann aber wieder sofort der FCS: Merkaj spielt von der linken Grundlinie einen Ball in den Rückraum, über Pecorino kommt dieser auf Umwegen zu Giorgini, Sverko klärt für Joronen auf der Linie (67.). In Spielminute 75 muss Masiello nach einer fragwürdigen Foul-Entscheidung sowie einer überhasteten zweiten gelben Karte mit gelb-rot vom Platz (75.) – mitten in diese Drangphase der Weißroten hinein kommen die Arancioneroverdi zur Vorentscheidung: im Rahmen eines Konters läuft Ellertsson alleine auf Poluzzi zu und legt auf links zum mitgelaufenen Zampano, der zum 0:2 ins leere Tor trifft (81.). Der FCS wirft in Unterzahl nochmals alles nach vorne, in der Nachspielzeit hat Pierini so auf rechts viel Platz – schließlich legt er zu Pohjanpalo ins Zentrum, der seinen Doppelpack schnürt und den 0:3-Endstand markiert (90 + 3.).

FC SÜDTIROL – VENEZIA FC 0:3 (0:1)
FC SÜDTIROL (3-5-2): Poluzzi; Masiello, Scaglia, Giorgini; Davi (82. Cagnano), Casiraghi (82. Odogwu), Tait, Arrigoni (59. Kurtic), Ciervo (59. Molina); Pecorino (88. Rauti), Merkaj
Auf der Ersatzbank: Drago, Mallamo, Broh, Kofler, Peeters, Cisco, Lonardi
Trainer: Federico Valente
VENEZIA FC (3-5-2): Joronen; Idzes, Svoboda, Sverko, Zampano; Busio (88. Olivieri), Andersen (71. Altare), Bjarkason (71. Ellertsson), Candela; Gytkjaer (59. Pierini), Pohjanpalo
Auf der Ersatzbank: Bertinato, Grandi, Modolo, Cheryshev, Dembélé, Ullmann, Tavernaro
Trainer: Paolo Vanoli
SCHIEDSRICHTER: Daniele Minelli (Varese) | Die Assistenten: Gamal Mokhtar (Lecco) & Khaled Bahri (Sassari) | Vierter Offizieller: Francesco D’Eusanio (Faenza)
VAR (on site): Luigi Nasca (Bari) | AVAR (on site): Orlando Pagnotta (Nocera Inferiore)
TORE: 0:1 & 0:3 Pohjanpalo (12., 90 + 3.), 0:2 Zampano (81.)
ANMERKUNGEN: bedeckter Nachmittag, zwischenzeitlich Regen, Temp um 9°C, Rasen in optimalem Zustand. 3.160 Zuschauer, davon 352 Gästefans.
Gelbe Karten: Merkaj (FCS | 19.), Tait (FCS | 57.), Joronen (VFC | 65.), Pecorino (FCS | 84.), Altare (VFC | 85.), Cagnano (FCS | 87.), Rauti (FCS | 89.)
Gelb-rote Karte: Masiello (wiederholtes Foulspiel, 18. & 75.)
Eckenverhältnis: 5-2 (1-2)
Nachspielzeit: 1min + 5min
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