14.04.2022
Interview mit Alessandro Borgese
Die FCS-Frauen setzen ihre intensiven Aktivitäten fort, die auf das allgemeine Wachstum der Mädels abzielen und einem Pfad folgen, der von den Jugendteams ausgeht und sich allmählich entwickelt. In dieser Ausgabe erfahren wir, wie die U15-Mannschaft unter der Leitung von Alessandro Borgese arbeitet, einem Trainer, der auf beinahe 20 Jahre Erfahrung in verschiedenen Bereichen zurückblicken kann.

Mister, wie schreitet die Arbeit auf dem Platz voran?
„Wir kommen sehr gut voran. Von Anfang an wurde ein gutes Verhältnis zu den Mädels aufgebaut, die alle entschlossen und motiviert sind, der eingeschlagenen und gemeinsamen Linie zu folgen. Nach der kurzen Weihnachtspause haben wir wieder mit dem Training begonnen. Die Mädchen kamen mit einem großen Leistungswillen und der ungebrochenen Leidenschaft, die sie mit diesem Sport verbindet, auf den grünen Rasen zurück.“

Welche Ziele wurden gesteckt?
„Ich würde gerne die Arbeit fortsetzen, die unter diesen Voraussetzungen und mit diesem Geist unternommen wurde, um mit dem Club ein Projekt in ständigem Wachstum fortzuführen. Ich finde mich zur Gänze in der Vision des Vereins wieder und arbeite in meiner ersten Saison bei den Weißroten, mit höchster Professionalität, ohne dabei den Spaß und den Zusammenhalt der Truppe zu beeinträchtigen, sondern mit dem Ziel, die Mädchen insgesamt zu fördern. Es ist richtig und wichtig, Spaß zu haben, und es ist ebenso wertvoll, die Grundtechniken und andere Aspekte zu verbessern, die alle essentiell für den Weg des Wachstums sind. Ich persönlich glaube, dass jeder von uns ein Ziel in der Schublade hat, ob es nun beruflich oder privat ist, ganz egal. Was auch immer diese Ziele sind, die man erreichen möchte, so muss man sich bewusst und in aller Bescheidenheit vor Augen halten, dass man sich kurzfristige Etappen setzen muss, die erreichbar sind, damit man nicht das Interesse und die Motivation verliert und die Messlatte nach jedem erreichten Teilziel immer höher legen kann. Träumen ist erlaubt und legitim, aber Träume müssen richtig unterstützt werden.“

Wie antwortet die Gruppe, die im Laufe der Zeit auch in numerischer Hinsicht gereift ist, auf diese Inputs?
„Ich erhalte große Unterstützung von meinem Assistenztrainer Fortunato Manti, wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden. Unsere Aufgabe ist es, in erster Linie zum Wachstum der Mädchen beizutragen, was dank des Engagements aller geschieht, das auch nicht selbstverständlich ist. Auch wenn wir es mit Mädchen in einem Alter zu tun haben, in dem es immer etwas Neues und Komplexes zu entdecken gibt, sind sie alle immer bereit für Veränderungen, neugierig und aufnahmefähig, sie reagieren gut auf die Rhythmen. Die Verbesserung in diesem Bereich ist ein grundlegender Teil des Prozesses und geht immer in beide Richtungen, sie verändern auch uns im Trainerstab und helfen uns zu wachsen. Es ist eine gute und kompakte Gruppe entstanden. Es mangelt nicht an Harmonie, es gibt Spielerinnen, die von außerhalb der Provinz kommen, die die Stadt lieben gelernt haben und denen das Trikot, das sie tragen, sehr am Herzen liegt. Insgesamt habe ich bei den Mädchen eine größere Fähigkeit zur Aufopferung und Ausdauer festgestellt: sie haben alle Voraussetzungen, um einen Qualitätssprung zu machen. Auf dem Spielfeld gehen die Mädels mit einem hohen Maß an Einzelverantwortung heran – sie haben die Fähigkeit zur Selbstanalyse, die Hartnäckigkeit, sich zu verbessern, und die Entschlossenheit, die ihnen gestellten Aufgaben zu erfüllen. Manchmal lassen sie sich noch entmutigen und neigen dazu, sich selbst die Schuld für Misserfolge zu geben. Deshalb ist es wichtig, ihnen mit einem unbekümmerten Umgang mit dem Spiel Zuversicht und Vertrauen zu vermitteln, um eine bessere Kooperation und Zusammenarbeit in der Truppe zu erreichen.“

Was sind bisher die bedeutsamsten Ergebnisse?
„Stand heute kann ich mich stolz und glücklich schätzen, denn das Engagement bringt insgesamt gute Ergebnisse: elf Mädchen nehmen aktiv am Federal Territorial Center Südtirols der FIGC in Neumarkt teil, zwei wurden für das Trainingslager der Auswahlmannschaft in Mattarello, Trient nominiert.“

Wie und wann hast Du begonnen, mit dieser Truppe zu arbeiten?
„Ich habe meine Reise im August letzten Jahres begonnen und habe mich sofort wohl gefühlt. Der Verein, insbesondere Alex Schraffl und Marco Insam, haben sehr viel Vertrauen in mich, wahrscheinlich, weil ich in nunmehr 19 Jahren Tätigkeit als Trainer bereits in verschiedenen Bereichen gearbeitet habe. Ich habe stets versucht, mir neue Fähigkeiten und Kompetenzen anzueignen, um sie auf das Spielfeld zu übertragen.“

Wie hoch ist das technische Niveau der Meisterschaft?
„Wir sind – in gewisser Hinsicht – in einer kompetitiven Liga, in der einige Mannschaften physischer agieren und andere mehr über die technische Ebene kommen. Wir können von uns sagen, dass wir uns als Team eher unter letzteren identifizieren. Seit Beginn der Saison ist die Truppe stark gewachsen, was auch auf den gereiften Zusammenhalt zurückzuführen ist, der sich im Laufe der Saison entwickelt hat. In der zweiten Saisonhälfte wollen wir uns weiter verbessern.”

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