13.06.2022
Der neue Cheftrainer des FC Südtirol
Geboren am 19. Juli 1971 in Rom, galt Lamberto Zauli in seinen Fußballerjahren als atypischer „10er“ mit feiner Technik und robustem Körperbau. Mit dem Fußballspielen begann er im Jugendsektor seiner Heimatstadt Grosseto. Für den toskanischen Club spielte bereits sein Vater, welcher später einer Karriere als Anästhesist nachging.

In jungen Jahren zog es Zauli in den Jugendsektor Modenas, wo er anschließend dem Profikader angeschlossen wurde. Um Spielpraxis zu sammeln, wechselte er auf Leihbasis zuerst zu Centese (Serie C2) und anschließend zu Fano (Serie C1). Zu Beginn der Saison 1992/93 kehrte Zauli zu Modena zurück, entschied sich jedoch in der Winterpause für einen Wechsel zu Ravenna. Zu einer Stammkraft der „Löwen“ wurde er in der Saison 1994/95. In der anschließenden Spielzeit trug Zauli mit sechs Treffern in 31 Einsätzen maßgeblich zum Aufstieg in die Serie B bei. Nach einer äußerst starken Meisterschaft in der 2. Liga öffneten sich für Zauli die Türen der Serie A.

Der gebürtige Römer bewies auch bei Vicenza im italienischen Fußballoberhaus sein gesamtes Talent. Höhepunkt seiner ersten Saison mit den „Lane“ war das Halbfinal-Hinspiel des Europapokals der Pokalsieger, als er vor heimischer Kulisse den Siegtreffer gegen den FC Chelsea von Vialli, Zola und Di Matteo erzielte.

Zaulis Fußballerkarriere war eng mit jener von Coach Francesco Guidolin verbunden. Nach Vicenza spielte er unter seiner Leitung auch für Bologna, wo man haarscharf die Qualifikation für die Champions League verpasste, und Palermo. In Sizilien war Zauli einer der Schlüsselspieler für die Rückkehr in die Serie A. Zurück in der ersten Liga, war Palermo das große Überraschungsteam der Meisterschaft und qualifizierte sich dank des 6. Tabellenplatzes für den Uefa Cup.

Letzteren bestritt er in der darauffolgenden Saison mit Sampdoria Genua. Sein Abenteuer in Ligurien ging jedoch frühzeitig zu Ende, da sich Zauli für eine Rückkehr nach Bologna entschied. Seine letzten Spielzeiten als Profifußballer bestritt er mit Cremonese und Bellaria Igea Marina, entsprechend in der Serie C1 bzw. C2. Als er die Fußballschuhe an den Nagel hing, konnte Zauli auf 146 Serie A- und 158 Serie B- Einsätze mit entsprechend 20 und 28 Treffern zurückblicken.

Seine Trainerlaufbahn begann Zauli dort, wo seine Fußballerzeit zu Ende ging: bei Bellaria Igea Marina in der Serie C2 (2009/10). In den Folgejahren leitete er die Geschicke von Fano (Serie C2), wo er ebenfalls als Fußballprofi tätig war, und Reggiana (Serie C). Mit den „Granata“ feierte er einen bedeutenden Klassenerhalt in den Playouts. Im Sommer 2012 erhielt Zauli den Trainerschein Uefa Pro, die höchste aller Zulassungen auf europäischer Ebene.

Im Februar 2014 übernahm Zauli den Trainerposten bei Real Vicenza (Serie C2) und führte den Club zur Qualifikation für die neue, vereinheitlichte Serie C. In den darauffolgenden Spielezeiten leitete er die Geschicke von Pordenone, Santarcangelo und Teramo, jeweils in der 3. Liga. Von 2017 bis 2019 coachte die Zauli die „Primavera“ von Empoli, wobei er das Team gleich im ersten Anlauf in die höchste Spielklasse führte (Primavera 1).

Im Juli 2019 begann sein Abenteuer bei Juventus Turin. Als Coach deren „Primavera“ erreichte er mit den weiß-schwarzen Nachwuchskickern das Halbfinale des Italienpokals. Die Meisterschaft wurde hingegen aufgrund des Pandemie-Ausbruchs vorzeitig abgebrochen. Im August 2020 wurde er zum Trainer der Juventus U23 befördert. In beiden Spielzeiten mit dem Serie C-Team der „Bianconeri“ qualifizierte sich Zauli für die Aufstiegsplayoffs. In der gerade abgeschlossenen Saison musste sich Juventus im 2. Turnus der nationalen Phase Padua lediglich aufgrund der schlechteren Meisterschaftsplatzierung geschlagen geben.

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