12.01.2021
Der dritte Keeper der ersten Mannschaft im Gespräch
Julian Pircher wurde am 10. Februar 2003 in Schlanders geboren und ist zurzeit der Stammtorhüter der Primavera 3-Berretti-Mannschaft des FC Südtirol. Das Tor der Formation von Salvo Leotta konnte der 17-Jährige jedoch nur ein Mal hüten, und zwar am ersten und bisher einzigen Spieltag der höchsten Jugendkategorie der dritthöchsten Spielklasse. Die Weiß-Roten verloren damals mit 0:1 zuhause gegen Albinoleffe. Die Pandemie hat nämlich diese nationale Meisterschaft vorerst zum Stop gezwungen. Julian ist darüber hinaus aber auch der dritte Keeper der ersten Mannschaft und scheint somit stets im Kader von Mister Stefano Vecchi auf, was zur Folge hat, dass er konstant an den Torwarttrainings von Massimo Marini teilnimmt. Neben dem erfahrenen Experten Giacomo Poluzzi und dem talentierten Emporkömmling Marco Meneghetti spielt Julian Pircher mit großer Freude die Rolle des Lernenden – indem er das Klima des Profisports in Training und Spiel lebt.

Julian…wo, wann und wie hast du mit dem Fußballspielen angefangen und wie kamst du zum Entschluss, Torhüter zu werden?
“Ich habe im Alter von sechs Jahren in Algund mit dem Fußballspielen begonnen. Mein Bruder hatte auch bereits gespielt und ich habe immer seine Partien mit großem Interesse verfolgt. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich es auch probieren könnte. Die ersten beiden Jahre habe ich auf der Position des linken Außenverteidigers verbracht, aber wenn wir unter Freunden in unserer Freizeit gespielt haben, bin ich stets ins Tor gegangen, weil dies die Position war, die mir immer am meisten gefallen hat. Von dem Moment an, als mir das klar wurde, habe ich mich endgültig dazu entschlossen, zwischen den Pfosten zu stehen.”

Deine Trainer – wer kommt dir da im ersten Moment in den Sinn?
Marco Taufer, ein wichtiger Trainer in Algund, hat mir sehr viel beigebracht. Auch Paolo Goisis muss hier genannt werden, er war mein Coach im letzten Jahr und hat viel zu meinem Wachstumsprozess beigetragen. Aber auch in dieser Saison habe ich in Salvo Leotta das große Glück, einen herausragenden Trainer zu haben, der mir großes Selbstvertrauen gibt – und dann, natürlich, die Tatsache, dass ich in der ersten Mannschaft arbeiten darf, hat immensen Wert für mich. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.”

Wer hat dir geholfen, fußballerisch zu wachsen?
Reinhold Harrasser, der Torwarttrainer des Jugendsektors, hat mir sehr viel beigebracht. Er ist verantwortlich dafür, dass ich als Fußballer und als Mensch große, große Schritte gemacht habe.”

Schule und Fußball auf hohem Niveau: wie bringst du diese beiden Dinge unter einen Hut?
“Es ist nicht immer einfach, Schule und Fußball zu kombinieren, das muss ich zugeben. Ich besuche eine Schule, die sehr viel verlangt, aber ich tue mein Möglichstes, beide Dinge auf bestmögliche Art und Weise zu kombinieren.

Wie erlebst du die Erfahrungen mit der ersten Mannschaft?

“Ich bin – wie gesagt – sehr froh, mit den Profis trainieren zu dürfen. Ich versuche, so viel wie möglich von ihnen zu lernen, in allen möglichen Punkten.”

Wer inspiriert dich, wer ist dein Idol?
“Mein Idol ist Gigi Buffon, seit jeher schon. Vor allem gefällt mir, neben seinen sportlichen Leistungen, seine Korrektheit sehr.”

Was sind deine besten Eigenschaften?

“Ich denke, meine Reaktivität und das Tauchen nach Bällen.”

Was ist dein großer Traum?

“Mein großer Traum ist es, fußballerisch so weit wie möglich zu kommen, vielleicht ja sogar im Trikot der Weiß-Roten im Profifußball zu debütieren. Darüber hinaus ist es mir sehr wichtig, menschlich zu wachsen.”

An welche Partie erinnerst du dich am liebsten zurück?

“An jene im letzten Jahr in Coverciano mit der Auswahl der Lega Pro gegen die italienische U17-Nationalmannschaft. Wir haben ein Unentschieden erreicht – was für ein wundervoller Moment.”

Die neue Formel der Primavera 3-Berretti-Meisterschaft versprach interessante Neuerungen – bist du damit einverstanden?

“Ja, absolut. Leider wurde sie aufgrund der Pandemie früh unterbrochen. Ich hoffe, dass in der nahen Zukunft die Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Meisterschaft bestehen. Ich kann es kaum erwarten, mit meinen Teamkollegen wieder auf den Rasen zurückzukehren.”

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