20.04.2020
Der weißrote Goalie im Gespräch
Geboren am 8. Juli 1999 in Segrate (Mailand), ist Roberto Taliento ein junges Torhütertalent aus der renommierten Talentschmiede von Atalanta Bergamo. Im letzten Sommer sicherte sich der FC Südtirol – auf Leihbasis für eine Saison – die Spielerrechte des jungen Goalies. Doch jung heißt nicht unerfahren. Roberto Taliento hütete nämlich noch als Teenager 26 Mal den Kasten von Serie C-Club Giana Erminio.

Roberto, das Torwartsein hat so seine gewisse Besonderheiten. Wie kam es zur Entscheidung, dich ins Tor zu stellen?

„Ich hatte schon immer die Leidenschaft zwischen den Pfosten zu stehen und Bälle zu halten. Mit dem Fußballspielen begonnen habe im Jugendsektor meines Heimatvereins Brugherio, in der Provinz Monza-Brianza.“

Welche waren die nächsten Stationen deiner fußballerischen Laufbahn?
„Mit elf Jahren wechselte ich in den Jugendsektor von Pro Sesto, dem Club aus Sesto San Giovanni. Der Verein war im Laufe der Monate aber immer wieder von Problemen geplagt. Doch genau in jenem Zeitraum erhielt ich den wichtigsten Anruf meines Lebens. Atalanta. Ich war damals 14 Jahre alt und tobte vor Freude, als ich hörte, dass ich zu einem so professionellen und strukturieren Verein wechseln durfte.“

In Bergamo konntest du auch einen Italienmeistertitel bejubeln. Welche Erinnerungen hast du an den Gewinn jenes „Scudetto“?
„Unter Coach Massimo Brambilla (ehem. Mittelfeldspieler von Torino und Parma, Anm.d.Red.) gewannen wir in der Saison 2015/16 den U17-Italienmeistertitel. Der Weg dorthin hätte nicht schwieriger sein können: Im Halbfinale warfen wir Juventus aus dem Wettbewerb, während wir uns im Endspiel gegen Inter - angeführt von Sturmtalent Pinamonti - durchsetzten.“

Viele deiner damaligen Mitspieler schafften den Sprung ins Profigeschehen…
„Stimmt. Einer davon ist Alberto Alari, mit dem ich auch heuer beim FC Südtirol die Umkleidekabine teile. Zwei weitere herausragende Teamkameraden waren Bastoni und Melegoni, die im Scudetto-Finale gegen Inter - nach anfänglichem Rückstand - die Treffer zum 2:1-Enstand erzielten. Die Entscheidungsspiele der Playoffs stiegen im Dino Manuzzi-Stadion von Cesena. Ich bewahre so viele tolle Erinnerungen an jene Tage.“

Daraufhin hütetest du für eine Saison den Kasten der Primavera-Elf, ehe du deine ersten zwei Profimeisterschaften bei Giana Ermino in der Serie C bestrittst…

„Nach der Zeit mit den Junioren von Atalanta, sammelte ich meine ersten Erfahrungen im Erwachsenenfußball. Ich wechselte auf Leihbasis zum Serie C-Verein Giana Erminio, dem Club aus dem Mailänder Vorort Gorgonzola. In zwei Saisonen kam ich zwischen Meisterschafts- und Pokalspiele auf insgesamt 26 Einsätze. Und nun bin ich hier…“

Wie hast du dich in Südtirol eingelebt?
„Hier fühle ich mich sehr, sehr wohl. Ich will stets meinen Beitrag zum Wohl des Teams leisten und weiß, dass ich dafür immer alles geben muss. Wir trainieren auf hohem Niveau und achten auf jedes Detail. Die Summe dieser kann letztendlich nämlich den Unterschied machen. Die modernen Infrastrukturen des Vereins tragen dazu bei, dass wir uns lediglich aufs Fußballspielen konzentrieren können.“

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