02.07.2020
Platz 8 in der diesjährigen Meisterschaft
Am Sonntag trifft der FC Südtirol – im Rahmen der 2. Playoff-Runde – zuhause auf Triestina. Die Mannschaft aus dem Friaul beendete die reguläre Meisterschaft auf Platz 8 und wäre im ersten Turnus der Aufstiegsspiele bei Piacenza zu Gast gewesen. Da die „Wölfe“ jedoch auf die Playoff-Teilnahme verzichteten, gewann Triestina die Begegnung am grünen Tisch.

VEREINSGESCHICHTE Die „Unione Sportiva Triestina Calcio“ entstand am 18. Dezember 1918 aus der Fusion der Vereine Trieste Football Club und Circolo Sportivo Ponziana Trieste.
Im Jahr 1921 nahm der Verein zum ersten Mal an der 3. Liga teil. Der erste Auftritt in Italiens zweiter Spielklasse (Kreis Nord) geht hingegen auf die Saison 1924/25 zurück. Im Jahr 1929 wurde die Serie A reformiert. Um eine Meisterschaft mit 16 Teams auf die Beine zu stellen, wurde Triestina vom Verband in die erste Liga befördert.
Das beste Resultat der Vereinsgeschichte ist der Vize-Italienmeistertitel der Saison 1947/48, als sich das Team um Coach Nereo Rocco am Ende nur hinter dem „Grande Torino“ im Klassement wiederfand.
Im Jahr 1994 musste die Triestina neugegründet werden. Doch nach neun aufeinanderfolgenden Serie B-Meisterschaften (2002-2011) war der Verein gezwungen, ein weiteres Mal von Null zu beginnen. Es folgten dunkle Jahre für die „Unione“, die bis in die regionale Oberliga abstieg. Der Weg zurück in den Profifußball begann im April 2016, als der nach Australien ausgewanderte Mario Biasin die Quoten seines Heimatvereins erwarb.

MEISTERSCHAFT Im Laufe dieser Saison wurde Triestina von drei verschiedenen Übungsleitern gecoacht. Massimo Pavanel, der die „Alabardati“ im letzten Jahr bis ins Playoff-Finale führte, wurde nach fünf Spieltagen entlassen. Auf ihn folgte Interim-Coach Nicola Princivalli, der für insgesamt vier Matches die Geschicke des Teams leitete. Seit dem 10. Spieltag steht der erfahrene Carmine Gautieri an der Seitenlinie der Triester.
Bis zum Lockdown fuhr Triestina 40 Punkte in 27 Spielen ein (12 Siege, vier Unentschieden und 11 Niederlagen). Der von der Lega Pro entwickelte Algorithmus rechnete für die Hafenstädter Platz 8 im Endklassement aus. Die Tordifferenz stand vor Meisterschaftsabbruch bei 36:32.

STATISTIKEN Das Durchschnittsalter von Triestina liegt bei 27,6 Jahren. Im Schnitt erzielen die Hafenstädter 1,33 Treffer pro Spiel, wobei Pablo „El Diablo“ Granoche mit acht Toren der Top-Torjäger des Teams ist. Die meisten Torvorlagen gaben Andrea Procaccio und Andrea Scrugli (jeweils 4). Die Schiedsrichter zeigten den Triestina-Spielern insgesamt 78 Mal den gelben Karton, während 12 Akteure vorzeitig des Feldes verwiesen wurden. In den letzten fünf Matches vor dem Lockdown fuhr Triestina 11 Zähler ein (3 Siege und 2 Unentschieden).

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