27.07.2019
Im zweiten Freundschaftsspiel des Sommers, das das Trainingslager der Weiß-Roten im Ridnauntal nach zwölf Tagen intensiver Arbeit abrundete, maß sich der “neue” FC Südtirol in Sterzing mit einem Gegner, der zwei Klassen höher spielt: Sassuolo. Das Team aus der Emilia-Romagna steht in den Startlöchern, um zum siebten Mal in Folge in der höchsten italienischen Spielklasse, der Serie A, anzutreten. Die Formation des bestätigten Trainers Roberto de Zerbi setzte sich gegen die Weiß-Roten mit 2:0 durch, der FCS sendete aber trotzdem ermutigende Signale des Wachstums, sei es auf der individuellen Ebene wie im Kollektiv, und das acht Tage vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison, das am nächsten Sonntag, den 4. August, im heimischen Drusus-Stadion stattfinden wird. Die Weiß-Roten werden dann Fasano, das Serie-D-Team aus Apulien, im Rahmen der 1. Runde der Coppa Italia empfangen.

TORE UND HIGHLIGHTS

1. HÄLFTE:
Den einzigen Ausfall bildet Kapitän Hannes Fink, der noch von der letzten Saison an einem Problem an der Achillessehne laboriert. Mister Vecchi vertraut zu Beginn einem 4-3-1-2-System, mit dem im Trainingslager gearbeitet wurde.
Petrella und Cucchietti – die letzten beiden Neuzugänge – feiern ihr Debüt im Trikot der Weiß-Roten: Ersterer kommt nach dem Seitenwechsel ins Spiel, letzterer spielt sogar von der ersten Minute an.
In der ersten halben Stunde steht die Mannschaft von Mister Stefano Vecchi ausgesprochen gut sortiert auf dem Feld, Sassuolo hat durch das frühe Pressing der Weiß-Roten Mühe, den eigenen Spielaufbau flüssig aufzuziehen. Der FCS ist aber nicht nur mit dem Verteidigen beschäftigt, die Weiß-Roten schalten auch schnell nach vorne um, wenn sich die Möglichkeit bietet.
So etwa in der 21. Minute, als die Mannen von Mister Vecchi ihren ersten Torabschluss verzeichnen: Man verlagert das Spiel gekonnt von links nach rechts, wo Tait freigespielt wird. Der heutige Kapitän der Weiß-Roten zieht aus rechter Position ab, sein Schuss ist jedoch zu zentral – und damit leichte Beute für Consigli.
Sassuolo wird in dieser ersten Hälfte eigentlich nie richtig gefährlich, während der FCS offensiv das ein oder andere Mal zur Entfaltung kommt: Rover nimmt auf links einen guten Ball an und bedient im Anschluss Casiraghi, der aus 20 Metern abschließt. Consigli ist im Nachfassen zur Stelle (39.).
In Spielminute 42 geht der Erstligist dann aber in Führung: Berardi sieht und bedient den in den Strafraum startenden Duncan, der sich auf äußerst engem Raum gekonnt dreht und mit seinem linken Fuß ins lange linke Eck zum 1:0 für Sassuolo vollendet. Mit dem knappen Rückstand aus Sicht der Weiß-Roten ging es dann auch zum Pausentee.

2. HÄLFTE:
Turchetta, Mazzocchi, Alari und Gatto kommen in die Partie, und die Mannen von Mister Vecchi werden in der 51. Minute sogleich gefährlich: Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte kommt Morosini im Strafraum zum Abschluss, er zielt mit einem Drehschuss das rechte Kreuzeck an, legt seinen Versuch aber deutlich drüber.
Die Antwort von Sassuolo folgt aber nur drei Minuten später, als ein Lochpass von Caputo von der Hintermannschaft der Weiß-Roten abgefangen wird, Duncan aber im Getümmel urplötzlich draufhält – FCS-Keeper Cucchietti ist aber mit einer reflexartigen Fußabwehr auf der Hut. Dann aber wieder der FC Südtirol: Petrella mit einer butterweichen Seitenverlagerung von links nach rechts, die Mazzocchi im Strafraum in Szene setzt. Sein Abschluss – potent und mit dem ersten Ballkontakt – fliegt knapp über die Querlatte.
In Spielminute 74 erhöht der Serie-A-Ligist aus der Emilia-Romagna auf 2:0, Lirola mit der Hereingabe von rechts, Brignola braucht aus wenigen Metern Entfernung nur noch einschieben.
Das 2:0 sollte auch der Endstand sein, mit dem Sassuolo das Testspiel gegen den FCS für sich entscheidet. Die Weiß-Roten aber gehen hocherhobenen Hauptes aus diesem Vergleich hervor.

SASSUOLO - FC SÜDTIROL 2:0 (1:0)

SASSUOLO (4-3-3): Consigli; Toljan, Marlon, Ferrari, Rogerio; Duncan, Magnanelli, Locatelli; Boga, Caputo, Berardi
Im Laufe der zweiten Halbzeit ins Spiel kamen: Pegolo, Peluso, Lirola, Gravillon, Adjapong, Obiang, Pierini, Mazzitelli, Ghion, Kolaj, Satalino, Brignola, Traorè
Trainer: Roberto De Zerbi
FC SÜDTIROL (4-3-1-2): Cucchietti (70. Taliento); Ierardi (46. Gatto), Polak (70. Crocchianti), Vinetot (46. Alari), Fabbri (70. Davi); Tait (79. Gurini), Berardocco (77. Proietto), Morosini (57. Trovade); Casiraghi (46. Turchetta); Romero (46. Mazzocchi), Rover (57. Petrella)
Trainer: Stefano Vecchi
Nicht eingesetzt: Pircher, Colucci, Mlakar
SCHIEDSRICHTER: Di Graci aus der Sektion Como
TORE: 1:0 Duncan (42.), 2:0 Brignola (74.)
ANMERKUNGEN: Gedenkminute vor Spielbeginn für die beiden Opfer des tragischen Verkehrsunfalls im Ridnauntal
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